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Auf Kurs mit der Segelyacht Bilbo Crew

Wir haben uns lange genug in der Welt herumteiben lassen. Jetzt möchten wir gerne einmal unsere nähere Heimat kennen lernen. Auf viele Fragen, wo es denn dieses Jahr hingehen soll, unsere Antwort: " In den Osten ". Unsere Kurse werden wir spontan, ohne ein festes Ziel, zwischen den Küsten von Deutschland, Dänemark, Schweden und Polen festlegen. Wir freuen uns schon auf einige Besucher und Segelfreunde, die mit uns gemeinsam Neues entdecken wollen. Soweit es möglich ist, werden wir versuchen, unsere Törnbeschreibung von Bord aus aktuell zu halten. Allen Besuchern unserer Seite wünschen wir einen schönen Sommer und wünschen viel Freude, wenn Sie uns auf unserer Seite begleiten möchten.

Für Anregungen und Fragen nutzen Sie bitte unser Gästebuch.

Mit den Besten Wünschen von Bord der Bilbo, 

SY BILBO Crew, Siggi & Wilfried Oliv


Leinen los.

28. Mai 2011

13.00 Uhr Abreise in Wuppertal. Unser Bordtiger Kragenbär bleibt Zuhaus und wird für die Zeit unserer Reise von unserer Tochter Karin adoptiert. In die Jahre gekommen, verträgt die Katze das Autofahren nicht mehr. Da ist sie in der Gemeinschaft von Karins Katzen besser aufgehoben. Die 550 km nach Kopperby an der Schlei sind wie meistens in der Wochenendgemeinschaft der Sonntagsfahrer auf unseren Autobahnen etwas für nervenstarke Lenkraddreher.

Unser Auto ist voll bis unter das Dach. Einen großén Teil des Vollumens nehmen unsere zwei neu erworbenen "Elektro" Roller ein. Mit einem Fahrradius von ca. 20 km / Batteriefüllung freuen wir uns schon auf gemütliche Landausflüge. Nachts wenn wir ruhen, werden die Accus geladen, oder am Tag mit Sonnenenergie, Windgenerator oder Motorlichtmaschine.

Um 19.00 Uhr springen wir im Vorbeifahren noch einmal schnell in Eckernförde aus dem Auto zum Einkaufen.

Kurz vor 20.00 Uhr sind wir am Hafen in Kopperby. Echt Bergisches Wetter. 12 Grad, dabei kräftiger Wind und Regen. Bis wir auf unserem Steg sind, sind wir gut eingeweicht. An der Bilbo angekommen, holt uns der sicher etwas stärkere Wind der letzten zwei Wochen ein. Das Segelkleid des Vorsegels ist stark beschädigt von oben gekommen. Nähte sind fast über die gesammte Vorstaglänge aufgerissen. Das Ganze ist aussenbords auf Grund gegangen. Barmherzige Seelen haben dann das ganze "Elend" an Bord geholt und feste gebänselt.



 

So sieht es aus, wenn mit einer "heißen" Nadel genäht wird

Anhang, 3.Juli 2011

Bild wurde erst am 3.Juni eingestellt

Wir bitten den Hersteller um eine Stellungnahme. Die Reaktion.... Herr Jens Nickel, Inhaber der Segelmacherei "Segelwerkstatt Stade" schreibt in seiner Email ( Auszug ): Wenn der entstandene Schaden nur aus dem kleinen ausgerissenen Tuchstück  am Kopf und den abgetrennten Reisverschluss besteht, können wir dies sicher reparieren. Wenn die Schäden größer sind, lohnt eine Reparatur sicher nicht mehr. Ende Zitat. In unserem Fall eine recht kurze Nutzungserwartung für die Vorsegelabdeckung !

Keine Antwort auf unsere Frage nach dem morschen Nähgarn, welches ohne Anstrengung zwischen den Fingern zerrissen werden kann.

Für den Schaden wird ein Bedienfehler vorgeschoben. Wir werden die erforderliche Reparatur, verbunden mit erforderlichen Doppelungen für die arbeitenden Blöcke,  einem Segelmacher vor Ort überlassen.

Uns ärgert am meisten, das wir uns scheinbar einen falschen Segelmacher ausgesucht hatten. Unsere eigene Schuld. Andere Segelmacher haben wir in besserer Erinnerung. De Vries in Lemmer, Diekow in Deutschland, Doyel in Bequia/Grenadiens oder Guy Toussein in Brügge. Ihre Arbeiten haben uns auch auf den anspruchsvollsten Atlantikkursen (incl. härtestem Sturmsegeln bis 67 kn) nie im Stich gelassen. 


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 Sonntag, 29. Mai 2011 Kopperby

Nach einer gemütlichen Kojenpflege packen wir den Rest aus dem Auto um. Für die Elektroroller findet sich ein Platz in der Stb. Achterkabine. ( Ist ab jetzt Garage ).


Gut verkeilt und eingepackt sollten die beiden Teile für alle Kurse sicher untergebracht sein. Den Rest des Tages wird ein- und aufgeräumt.


Bilbo zieht schon an den Festmachleinen. Für Heute haben wir noch eine Starkwindwarnung für alle angrenzenden Seegebiete. Morgen werden wir dann auf Kurs gehen.

Montag, 30. Mai 2011 Kopperby-Bagenkop

Wir verlassen unseren Heimathafen Kopperby und passieren die Klappbrücke in Kappeln um 10.50 Uhr. Ab Schleimünde Ostwind um 3. Bis nach Bagenkop sind vier lange Kreuzschläge nötig. Am Nachmittag frischt der Wind etwas auf, hält aber die Richtung.

Bei unserer Einfahrt nach Bagenkop haben wir dann ca. 5 Windstärken.Um 18.15 Uhr sind unsere Leinen fest.

Dienstag, 31. Mai 2011 Bagenkop - Rödbyhaven

Auslaufen 8.30 Uhr. Wetter SE 4 NW drehend 5, Schauerböen. Unterwegs fangen wir zur Bereicherung der Bordküche zwei Hornhechte mit der Schleppangel. Nachmittags frischt der Wind auf 6-7 Bft auf. Vor der Hafenansteuerung müssen wir erst noch einer Fähre der Vogelfluglinie das Fahrwasser frei lassen und einen Schlag nach Aussen segeln. Einlaufen mit Segeln und mitlaufendem Motor. Zum Segelbergen nutzen wir den ruhigeren Vorhafen. Kaum  sind die Segel unten, stottert der Motor und setzt aus. Wir treiben bei 7 Bft. auf eine Steinschüttung am Ufer zu. Nach einigen Startversuchen springt der Motor noch einmal an und bringt uns stotternd und mit wenig Kraft an den Liegeplatz.

Es ist uns klar, das wir riesiges Glück gehabt haben. Der Grund für den Aussetzer war eine verstopfte Dieselleitung. Einen neuen Reservefilter konnten wir bei der örtlichen Motorenwerkstatt bekommen. Beim Abendspaziergang beruhigt sich das Wetter langsam. Unsere Welt ist wieder in Ordnung!

Mittwoch, 1. Juni 2011 Rödbyhaven - Gedser

In Erwartung auf etwas weniger Wind verlassen wir Rödbyhaven um 10.30 Uhr

Wir umsegeln den Windpark auf der Aussenseite. Viele Windmaschinen sind in diesem Offshore Park zwischen Rödby und Gedser und müssen mit einem großen Sicherheitsabstand umsegelt werden. Nach einer schnellen Reise bei anfänglichen 4-5 Bft sind wir um 14.45 Uhr vor Gedser. Der Yachthafen liegt ca. 1 Sm hinter dem Fährhafen. Wir entschließen uns wegen der noch frühen Stunde zu einer Weiterfahrt in den Guldenborg Sund zum ankern. Bei 5-6 Bft von Vorne können wir nun einmal unseren neuen Motor testen.

Der Guldenborg Sund ist ein Flachwassergebiet. Nur in den betonnten Fahrwegen ist für unseren Tiefgang eine Durchfahrt möglich. Mit unseren 1,60 m bei aufgeholtem Hubkiel war es manchmal bei Tiefen unter 2.00 m recht knapp. Belohnt wurden wir durch einen sehr schönen Ankerplatz.

 

Donnerstag, 2. Juni 2011 Guldenborg Sund - Hiddensee

5.30 Uhr Anker auf. Um 7.40 Uhr passieren wir den Gedser Fährhafen und machen uns auf den Weg " nachem Osten". Windstärke W 2 Bft. Wir versuchen unseren Blister. Ist aber nicht so das rechte. Allso Blister runter und Spinaker rauf.

Ab 10.30 Uhr segeln wir mit Gross und Spi. Um 12.15 Uhr haben wir den Nothafen Darsser Ort in 4 Meilen auf Stb. Wir segeln weiter bis zur Boddeneinfahrt nach Stralsund.

Um 15.00 Uhr erreichen wir die Ansteuerung nach Stralsund. Im Tonnenweg überholt uns ein Lotsenboot. Wir müssen bis zu unserem Ankerplatz hinter Hiddensee noch viele Meilen um die großen Flachwassergebiete segel. Um 18.00 Uhr lagen wir in schöner Umgebung vor Anker fest.

Freitag, 3. Juni 2011  Auf Ankerplatz, Insel Hiddensee

Nach einer ruhigen Ankernacht auf einem sicheren Platz machen wir das Schlauchboot klar für einen Landgang. Nach ein paar Seetagen müssen sich die Gehwerk-zeuge erst mal an das aufrechte laufen gewöhnen. Da hat der Spinaker auch Zeit zum trocknen.

Unser Ankerplatz ist angrenzend an  den Nationalpark. Die Kernzonen dürfen nicht betreten werden. Die Landschaft bleibt naturbelassen und wird nicht verändert.

In der Heide. Entfernung von unserem Ankerplatz drei Minuten mit dem Schlauchboot. Erholung garantiert. Morgen wollen wir nach Stralsund und weiter um die Insel Rügen.

Samstag, 4. Juni 2011  Hiddensee-Glewitzer Wiek

Ankunft Stralsund  um 12.45 Uhr. Um 9.50 Uhr sind wir von unserem Ankerplatz durch den Scharproder Bodden nach Stralsund gesegelt und liegen jetzt am Dalben fest vor der Eisenbahn Hebebrücke und warten auf die Öffnungszeit.

Pünktlich um 17.20 Uhr wird die Brückenöffnung vorbereitet. Die Brückendurchfahrt ist nur in der Eisenbahnfreien Zeit möglich. Viele Boote haben sich auf beiden Seiten angesammelt und gewartet. Auch wir können um 17.25 Uhr unsere Runde um die Insel Rügen fortsetzen

Hinter der Brücke hat das Feuerschiff Elbe 1 eine neue Position gefunden und kann besichtigt werden. Wir segeln noch ein Stück um die Insel bis zur Halbinsel Zudar. Hier haben wir auf der Seekarte einen schönen Ankerplatz entdeckt.

Sonntag, 5. Juni 2011 Ankertag

Es ist so schön mal nichts zu tun, und dann vom nichts tun auszuruhen. Draußen orgelt es durchgehend mit 5 Bf. Durch die geschützte Lage aber kaum Seegang. Werde gleich noch etwas  Ankerkette zugeben, falls es in der Nacht noch weiter auffrischt


So gemütlich war es gestern Abend auf unserem Ankerplatz. Die Abenddämmerung dauert bis spät in die Nacht. Morgends ist es schon sehr früh hell. Wir sind der Mitternachtssonne eben ein Stück entgegen gesegelt.

Der Wind nimmt immer mehr zu. Wir verlasen als vorletzte Yacht den Ankerplatz und verholen uns zum Hafen Puddemin. Von unserem Ankerplatz müssen wir noch ca. 4 Sm bis zum Ende der Bucht fahren. Hier erwartet uns ein kleiner, aber neu gestalteter Hafen mit allen Annehmlichkeiten. Port Puddemin. In unseren Handbüchern als Trümmerhaufen beschrieben, erwartet uns eine neu gestaltete, moderne kleine Anlage mit dazu gehörigem Hotel/Restaurant, schöner Terrasse, gepflegte Speisen und Getränke. Selbstverständlich auch für die Morgenstunden ab 8.00 Uhr ein Brötchenservice. Es war keine leichte Entscheidung, aus der Vielzahl der angebotenen Brötchensorten die richtigen auszusuchen. Gestern Abend haben wir uns dann mal im Restaurant, vom Küchenchef richtig verwöhnen lassen.

Die Boddengewässer sind ein Revier für Boote mit geringem Tiefgang. Wir können unseren Tiefgang von 2,50 m durch unseren Hubkiel auf 1,60 m reduzieren. Nur so war es möglich, diesen gemütlichen Hafen kennen zu lernen. Wassertiefe im Hafen 2,00 m!!!

So liegen wir Aussen, vor dem Schilf, an einer ordentlichen Betonpier sicher bei jedem Wetter. Zwei schöne Tage haben wir hier verbracht. Mit unseren Elektro- rollern haben wir das Hinterland erkundet. Am Abend dann schwere Gewitter. Aber wir waren ja gut aufgehoben.

Dienstag, 7. Juni 2011 Port Puddemin - Hafen Stahlbrode

Wir füllen unsere Wassertanks noch einmal auf. Der Wetterbericht von DP 07 Seefunk verkündet für die Nordseegebiete keine Sturm-oder Starkwindwarnungen. Aber für die gesamte Ostseeküste eine Unwetterwarnung mit Böen bis Stärke 8. Wir sind mal wieder voll dabei.

Aber noch ziehen die Wolken langsam. Um 10.30 Uhr laufen wir aus. 11.30 Uhr haben wir die Flachwassergebiete hinter uns und sind an der Tonne 22 im Strelasund angekommen. Kaum sind Gross und Genua Segel oben, von kommt von Vorne eine Gewitterfront entgegen. Erster Regen setzt ein. Der Entschluss, den Hafen Stahlbrode auf der gegenüberliegenden Seite des Sunds anzulaufen, ist nicht schwer gefallen. So waren wir um 12.00 Uhr schon wieder fest. Die angesagten Unwetter haben uns bisher verschont. Aber es ist ja noch früh am Abend.

Hafen Stahlbrode (Yachthafen) klein und Gemütlich. Wir haben bisher nur freundliche Menschen kennen gelernt

...und überall frisch geräucherter Fisch. Viele haben wir schon versucht. Bei der Frische reicht zum Essen ein kleiner Löffel aus. Einfachn nur lecker!!!!!

Räucheröfen im Fischerhafen. Da passen dann auch schon mal einige Fische mehr rein.

Damit das mit dem Holz spalten schneller geht, mußte eine Spaltmaschine her. Ein kreativer Eigenbau.

Das schafft Vorräte für die Räucheröfen. Mancher Häuslebauer wird da richtig neidisch.

Mittwoch, 8. Juni 2011 Stahlbrode - Lauterbach

Um 8.00 Uhr hängen schon die am Vortag bestellten frischen Brötchen mit dem aktuellen Wetterbericht für drei Tage an der Seereling. ( So sind hier die Hafenmeister/innen ). Ein schöner Service!

Auslaufen 9.00 Uhr mit Motor durch die flache Ansteuerungsrinne zum Fahrwasser. Unter Groß und Genua hoch am Wind bis zur Ansteuerungstonne Strelasund. Mit Kurs 35 Grad bis zur Ansteuerungstonne Lauterbach. Um 11.45 Uhr machen wir am Steg desYachthafens "Im Jaich" fest. Hier wollen wir uns mit unseren " Ur" alten Segelfreunden Senta und Rainhold treffen. Die Beiden wollen mit Ihrem "Flieger" anreisen. Wir kennen uns seit der Anfangszeit unserer Segelei. Viele interessante Segeltörns sind im Hinterkopf gespeichert.

In den Abendstunden heftige Gewitter und Unwetter. Zum Teil wurden Strassen verschüttet und in den Hotels stand das Wasser  in Kellern und Erdgeschoss

Donnerstag, 9.Juni 2011 Lauterbach (Hafentag)

Morgens ist für uns die Welt wieder in Ordnung. Der Starkregen hat sich in unserem Hafen nicht weiter bemerkbar gemacht. Nach dem Frühstück ruft uns Rainhold an, das er sich mit Senta zu seinem Clubflugplatz auf den Weg gemacht hat. Unsere heimlichen Bedenken, bei den angesagten starken Böen ist der Flug nicht möglich, waren unbegründet. Da Ihre Ankunft für die Abendstunden geplant ist, haben wir noch Zeit für einen Ausflug. Mit der Bahn (Bahnsteig direkt am Hafenausgang) fahren wir nach Bergen.

Die alte Kirche von Bergen

Liebevoll, und im original Still erhaltenes Haus in Bergen

In der Stadt Bergen finden wir vor unserer Rückfahrt mit dem Zug gute Einkaufsmöglichkeiten und packen unsere Rucksäcke voll. Nachdem wir wieder an Bord sind, kommt es dann zum Sündenfall: Windbeutel mit Kirschen und Sahne. Rabarberkuchen mit Sahne. ( Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Wir können alle Steine beruhigt liegen lassen.) Nach den Kaffeetrinken kommt ein Sportflugzeug und fliegt eine Runde über unseren Hafen. Rainhold und Copilotin Senta sind über der Insel Rügen angekommen und haben sich aus der Höhe schon mal im Hafen orientiert und fliegen zurück zum Flugplatz in der Nähe von Stralsund. Hier können Sie Ihren Flieger parken. Um ca. 19.00 Uhr kommen Beide mit dem Taxi an. Nach einem Abendspaziergang sind wir zum Abendessen im Restaurant der Vilm Werft. Der Abend ist viel zu kurz. Viele Erinnerungen aus unserer Segelvergangenheit werden wach. Zum Beispiel unser gemeinsamer Segeltörn nach Ipswich. Ja, das war als die Englische Königin Ihr 25 jähriges Kronjubileum feierte. Verbunden mit dieser Feier waren viele aussergewöhnliche Erlebnisse.

Freitag, 10. Juni 2011 Lauterbach - Seedorf

Viele Erinnerungen werden auch bei`m Frühstück an Bord ausgetauscht

Schade, daß der Besuch nur kurz ausfällt. Am Abend werden Rainhold und Senta zu einem Fliegermeeting im Ostseebad Binz erwartet.

Binz hat keinen Hafen. So segeln wir der Stadt nur etwas entgegen und verlassen Lauterbach um 10.30 Uhr. Vorbei an der Insel Vilm segeln wir nach Seedorf. Hier kann Reinhold dann auch den "Steuerknüppel" mit dem Steuerrad tauschen. Alles wie vor fast vierzig Jahren auf der alten Bilbo

Seedorf, ein kleiner verträumter Hafen. Mit einer für uns unvergesslichen Hafenmeisterin. Nach erklärung der Busverbindungen nach Binz die Frage: Wie viele Personen? Nur zwei! Kurze Überlegung und dann Ihr Angebot: Zwischen vier und fünf Uhr ist es möglich Euch nach Binz zu fahren. Gerne wurde Ihr Angebot angenommen. Pünktlich um fünf Uhr war dann das Hafenmeisterbüro wieder geöffnet.

Samstag, 11. Juni 2011 Seedorf - Zickersee (Ankerplatz)

Auslaufen 9.30 Uhr. 10.00 Uhr liegt die Untiefentonne vor der Einfahrt nach Seedorf an unserer Bb Seite. Siggi sucht den richtigen Kurs auf der elektr.Seekarte

Für einen Pfingstsamstag bei Kaiserwetter ist der Segelverkehr überschaubar

Noch bis zum Ende der Halbinsel, und dann links ab..

Von allen Seiten geschützt ankern wir auf 2.50 Meter......

...und freuen uns auf eine ruhige Nacht.

Für so eine Abendstimmung lassen wir gerne mal den schönsten Yachthafen "links" liegen

Montag, (Pfingstmontag), 13. Juni 2011

Wir verlassen um, 9.00 Uhr unseren Ankerplatz im Zicker See. Durch die flachen Uferbereiche motoren wir gegen leichten Wind zur ausgetonnten Fahrrinne Landtief.

Ab 10.00 Uhr haben wir bei 40 Grad Steuerkurs den Wind aus der richtigen Richtung. Mit guter Fahrt können wir unseren Tageshafen Sassnitz anliegen. Unterwegs noch schnell eine Bavaria 39 im Kielwasser lassend. (Wie die Oma und der Opa von der Bilbo das wieder gemacht

haben. Aber warum sollten WIR hinterher segeln?

13.15 Uhr haben wir die Hafenmole von Sassnitz voraus. Nur wenige Sportboote im Hafen. So haben wir Platz genug, um an der Innenseite der Aussenmole längseits fest zu machen. Der Nachmittag wurde für einen Landgang genutzt. Im Hafen ein gut sortierter Schiffshop. Hier war dann auch ein guter Blinker für hoffendlich viele Ostseedorsche zu bekommen. Wir werden bei einem Angelerfolg natürlich berichten. (Siggi signalisierte wenig Hoffnung)

Dienstag, 14. Juni 2011 Sassnitz (Hafentag)

Bis zu den Mittagsstunden immer mal wieder dunkle Bewölkung und kräftige Böen. Ab Morgen ist mit einer Wetterberuhigung zu rechnen. Die wollen wir dann nutzen, um nach "Bornholm rüber zu machen". So werden die Elektroroller an Deck geholt und fahrfertig gemacht. Die voll geladenen Accus müssen auch mal entleert werden.

So sind wir dann über sehr rustikale Pflasterstrassen auf die Höhen von Sassnitz geklettert und haben eine Tour in den Nationalpark gemacht. Keiner hatte Einwände, das wir die Radwege benutzten. Bei den Rad- und Wanderwegen sind strege Regeln zu beachten.

Beeindruckend die hohen Cliffs. Der alte Waldbestand reicht bis an die Kanten. Werden die Wände von Wind und Wetter zu weit ausgehöhlt, entstehen Überhänge, die dann in die Tiefe gehen. Beeindruckend, das die abgestürzten hohen Bäume dann z.T. unten am Strand weiter wachsen.

Es ist schon beeindruckend hier zu stehen. Morgen werden wir auf dem Weg nach Bornholm hier vorbei segeln.

Auf dem Rückweg nutzen wir die Gelegenheit um unsere Vorräte aufzubessern. Lieber mit einem voll bepackten Roller durch die Stadt, als alles selber tragen! Viele haben so kleine Roller noch nie gesehen, dazu mit einem fast Lautlosem elektro Antrieb aber mit einem Mopedkenn-zeichen. Auf der Strasse ist das ganze kein Problem. Trotz der Höchstgeschwindigkeit von ca. 25 km/Std. Hat uns ein Autofahrer erst einmal erblickt, ist meistens die Neugierde so groß, das erst einmal mit unserem Tempo hinterher gefahren wird, um zu rätseln, was das wohl für fahrbare Teile sind. Unseren Hafentag in Sassnitz haben wir auf jeden Fall gut herum bekommen.

Mittwoch, 15. Juni 2011 Sassnitz

Um 07.45 Uhr hören wir uns noch einmal den Seewetterbericht von DP 07 an. Herr Kapt. Diezel sagt für unser Seegebiet nichts beunruhigendes voraus. ( Wir machen Ferien, und keinen Kampfsport). Um 9.00 Uhr laufen wir aus mit Tagesziel Rönne auf der Insel Bornholm. ( In unserem Hafen sagen Alle, da muß jeder Segler einmal (mindestens) gewesen sein. Die erste Stunde geht es an der Küste entlang. Alte Seebäder grüßen herüber. Aber an der alten Bausubstanz ist noch eine Menge zu richten!

Schön ist es an den Cliffs vorbei zu segeln. Anfangs wenig Wind durch die Landabdeckung. Kritisch prüfen wir vorsorglich unseren Diesel im Tank. ( Für alle Fälle sind noch 50l in Kanistern als Reserve für Motor und Ofen in der Backskiste). Am Ende der Cliffs dann gut segelbarer Wind. Noch gerade in Sichtweite vor uns zwei Segelyachten von der Sorte Frühaufsteher. Für Siggi eine willkommene Herausforderung. Hat zwar einige Zeit gedauert, bis wir näher kamen. Aber dann hatten wir die Nase vorne. Klappt doch noch mit unserer "alten Tante" Bilbo.

Den ganzen Tag segeln wir mit raumen Winden, W - NW um 4, See um 1 m, auch mal längere Zeiten mit über 7 kn. Um 18.00 Uhr liegen wir im Yachthafen Nörrekäs in Rönne fest. Gesegelte Meilen 59. Segelzeit 9 Stunden. Durchschnitt 6,55 kn. Geht doch für so "olle Lütt."

Donnerstag, 16. Juni 2011

Der Vormittag wird für einen Bummel durch Rönne genutzt. Schöne alte und liebevoll hergerichtete alte Häuser

Und überall dieses Holperpflaster...

....aber einfach gemütlich....

... zum Glück die letzte Strasse vor unserem Hafen. Die lauferei durch alte Städte ist nichts für Fusskranke Segler. Zur Belohnung backt Siggi dann gleich Apfelpfannekuchen. Da kommt dann auch für Spaziergang- geschädigte Freude auf. Muß nun Schluss machen. Über See zieht eine schwarze Front auf die Küste zu. Werde mal sehen, das ich trockenen Fußes an Bord komme. Bis zum nächsten Eintrag.

Freitag, 17. Juni 2011 Rönne/Bornholm

Heute ging hier im Hafen nichts mehr. Ein kräftiger SW bescherte dem Hafenmeister viele Dauerlieger. Wir nutzten die Zeit und stellten den Wäschesack für Gebrauchtes auf den Kopf

Dank unserer bewährten Bordwasch- maschine und Schleuder kein Problem.

Da der Hafen nach Westen ungeschützt ist, finden die Wellen unsere Bucht einladend. Die Waschmaschine macht ihre Arbeit unbeeindruckt.

Im Wellenbad.  Am Nachmittag  kommen ein paar Windsurfer in die Hafenbucht. Die haben mit dem Wind kein Problem. Ich glaube fast, wir sind zu verweichlicht. 

Der Deutsche Wetterdienst sagt für Morgen eine kurze Wetterberuhigung voraus. Aber am Sonntag soll es dann noch kräftiger kommen. Wir werden die Zeit nutzen und ein Stück weiter segeln. Mal sehen, wohin es uns weht. 

Samstag, 18.Juni 2011 Rönne

Um 7.45 Uhr segeln wir mit frischem SW Wind die Küste entlang nach Norden. Durch das meist tiefe Wasser auch mal etwas näher an Land. Typisch für die Insel sind überall die Räucheröfen.  ( Doppelschorn- stein)

Bornholms Granitküste mit den vom Eis der letzten Eiszeit rund geschliffenen Granitklippen

Ruine der Festung Hammershus. Viele Jahre Baustoffspender für die Anwohner in der Umgebung. Jetzt ein Denkmal und ein Objekt mit aufwändiger Restaurierung

Die Granitklippen vor Hammerodde. Brutplatz für Möwen und zur Freude vorbeiziehender Segler

Leuchtfeuer und Küstenstation Hammerodde, der nördlichste Punkt von Bornholm. Kaum können wir hinter das Kap sehen, kommt eine dunkle Wolkenwand auf uns zu. Der Wind hat weiter aufgefrischt. Wir haben keine Lust zu reffen und  in dieses Wetter zu segeln. Wir wenden und segeln zurück zum Hammer Havn. Durch Umbauarbeiten im Hafen keine Möglichkeit an der Spundwand anzulegen. Die zwei Plätze an den Stegen sind schon von zwei Deutschen Segelyachten belegt. Keiner der Eigner signalisiert längseits zu kommen. Mit den typischen Blick: Hoffendlich will der nicht zu uns. Andererseits bei dem auffrischenden Wind auch nicht so Ideal, im Päckchen zu liegen. Der nächste Hafen mit genügend Tiefe ist der Vang Havn. Klein, aber sollte bei dem Wind noch gerade gehen. Kurs zurück.

Im Hafen freundliche Begrüßung durch den Hafenerpel nebst Gattin.

Herr Erpel schaut viel freundlicher als die "German Sailors" im Hammer Havn

Noch sind wir die einzige Gastyacht im Hafen. Passt gerade so. Später kommt noch eine Britische Yacht dazu. Wir liegen gut geschützt vor allen Winden.

Der Vang Havn war früher Fischerhafen. Dann für den Granitbruch der Vang Granit A.S. eine gute Möglichkeit den Granit zu verladen. Vom Steinbruch aus gab es eine Feldbahnstrecke zum Hafen. Der alte Atlaskran wurde für die Verladung der Granitblöcke benötigt. ( Der verbaute Granit im Nord - Ostsee Kanal kam aus Bornholn und aus dieser Region. Da auch für die kommenden Tage mit viel Wind zu rechnen ist, haben wir Zeit die Insel besser kennen zu lernen.

Natürlich interessieren die Granitsteinbrüche.In  In den alten Steinbrüchen der Vang Granit A.S. werden Heute keine großen Blöcke mehr abgebaut. Das Heute gewonnene Material wird für den Strassen- und Wasserbau benötigt. Überall hat sich die Natur Bereiche aus der Granitgewinnung zurück geholt.

Zeugen der Eiszeit. Von den Urgletschern rund geschliffener Granit

Dem Skipper sin Fru. Geschafft von einem langen Wandertag.

Unsere Elektroroller erlauben  gemütlichere Trips. Hierbei ist nur das Problem, wenn die Accus leer sind - fahren die Teile nur noch Bergab. (Reichweite ca., 20 km) mit einer Ladung. Aufladung über unser Bordnetz Solar / Windgenerator oder Hafensteckdose in ca. 5 Stunden 

Immer wieder schön an Bord an zu kommen. Hier haben wir alles was wir brauchen. Bornholm ist eine schöne Insel. Aber da, wo es am schönsten ist, fehlt die gastronomische Infrastruktur. Bei einem frischen Kaffee an Bord, kommt richtig Freude auf.

Die Dänen sind ein liebenswertes Völkchen. Sie lieben Ihre Heimat und geben Ihre Gefühle auch gerne weiter. Natürlich sind Sie auch Stolz auf Dänemarks höchsten Wasserfall! Sie neigen auch nicht so sehr zum Übertreiben. Der Wegweiser zum Wasserfall im Hafen von Vang. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!! Wasserfall natürlich nur dann, wenn auch genug Wasser da ist.

Der Küstenwander-weg war früher ein Rettungssteig. Oft die einzige Möglichkeit gestrandeten Schiffbrüchigen zu helfen,da an den Steilküsten kaum Rettungsboote eingesetzt werden konnten. Heute ein schöner Wanderweg.

Über 170 Stufen ist es möglich auf die Klippen hoch zu steigen." Und nix is für olle Lütt vorgesehen."

Ober angekommen erwartet uns eine tolle Heidelandschaft mit herrlichem Panoramablick. Hunderte von frei laufenden Schafen (Rasenmäher) halten die Heidelandschaft im Gleichgewicht.

Einer Bitte von Bernd komme ich gerne nach. "Ein Foto nur für Bernd". Die alte Festung Hammerhus von den hohen Klippen gesehen.

Aber auch ein Blick nach unten ist beeindruckend. Die Gletscher haben es gerichtet

Auf dem Rückweg von den Klippen haben wir dann noch "den" höchsten Wasserfall Dänemarks besucht. Schön gelegen. Und auch nicht übertrieben.

Bei unserer Rollertour am Sonntag war es ein schöner Zufall, an einem noch arbeitenden Granitsteinbruch vorbei zu kommen. Der Transport der Rohblöcke ist nur mit schwerem Gerät möglich.

Rohblöcke warten auf eine weitere Bearbeitung. Hier wird nicht gestohlen!

Im Steinbruch noch eine große Möglichkeit gutes Material ab zu bauen

Bei uns noch immer Hafenpause. Die Hafeneinfahrt unpassierbar.

Auch am Strand geht es lebhaft zu. Aber wenn es Morgen etwas ruhiger sein sollte machen wir uns auf den Weg.

Dienstag, 21. Juni 2011 Vang Havn - Svaneke

Um 10.00 Uhr verlassen wir unseren gastlichen Hafen. Wind SW 4-5, See ca. 1m hoch. Unter Großsegel gehen wir die Küste mit Rauschefahrt hoch nach Norden. Schon um 10.40 Uhr runden wir Hammerodde Leuchtfeuer und kommen in Insellee. Die halb ausgerollte Genua zum Großsegel ermöglicht ein ausgewogenes Weiterkommen.

Der Räucherofen ist in Aktion. Wir riechen ihn selbst hier draussen

13.30 Uhr. Der Hafen Swaneke ist voraus. Hier finden wir im Vorhafen noch einen Liegeplatz. In vielen Häfen Dänemarks wird eine kostenlose WLAN Benutzung angeboten. So war es möglich, unser Reisebilderbuch zu ergänzen. Der Nachmittag ist dabei vergangen und wir haben 19.00Uhr. Schluss für Heute! Die Düfte, die aus der Bilboküche nach Oben steigen machen Neugierig. ZWIEBELKUCHEN !!!!!!! Da braucht Siggi nicht zu rufen, ICH KOMME SCHON.

Mittwoch, 22.Juni 2011 Swaneke - Nexö

Der Wetterbericht ist für die kommenden Tage nicht besonders erfreulich für die Weitersegler. Da unser Liegeplatz im Vorhafen nicht besonders kompfortabel ist, verlassen wir Swaneke am Vormittag mit Destination Nexö. Der Wind hat schon kräftig zugenommen.

Nach einer guten Stunde sind wir im sicheren Hafen von Nexö. Hier finden wir einen Liegeplatz der bei allen Windrichtungen sicher ist.

Der hier stationierte Seenotkreutzer hat einen Einsatz. Es ist beruhigend zu wissen, das im schlimmsten Fall Retter unterwegs sind. Wie bei uns in Deutschland sind auch in Dänemark die meisten Retter freiwillige Helfer. Wir nutzen die Sturmpause für Landgänge.

Mit unseren Rollern machen wir uns auf den Weg zum Hafen Snogebaek. Auf dem Wasserweg hätten wir diesen kleinen Hafen nicht erreicht. Weisser feiner Sandstrand ( der Sand wurde u.A. auch für Sanduhren gebraucht). Und natürlich sind hier auch alte Fischräuchereien.

Im kleinen Hafen finden Kielyachten keinen Platz. Die Kleinfischer haben aber eine recht sichere Möglichkeit ihre Boote unter zu bringen.

Der Fang geht meistens  sofort in die Dorfräucherei. Einfach lecker, frisch geräucherter, noch warmer Hering ( Dänengold ) auf dem Teller. Da sind wir schon öfter schwach geworden!

Bis zum Sonntag bleiben wir in in Nexö.

Sonntag, 26. Juni 2011 Nexö - Rönne

Der Starkwind hat nachgelassen. So hatten wir uns am Morgen vorgenommen nach Rügen zurück zu segeln. Doch der Wind kam immer mehr von Vorne. So reichte es dann gerade für hoch am Wind nach Rönne. Für uns kein Problem, können wir doch über Hafen WLAN die letzten Infos weitergeben.

Mit einem Blick auf die Schären möchen wir für Heute Tschüss sagen, und einen schönen Sonntagabend wünschen. Wir werden Morgen nach Rügen wechseln.

Montag, 27.Juni 2011 Bornholm ( Rönne ) - Rügen

Wir verlassen Bornholm um 7.45 Uhr mit Ziel Rügen. Wie vorausgesagt erst einmal wenig Wind

Unser Autopilot steuert zuverlässig den eingegebenen Kurs 240 Grad. Unser Ansteuerungspunkt ist oberhalb Dornbusch, Insel Hiddensee

Bei dem diesigen Wetter lassen wir als navigatorische Unterstützung das Radar mitlaufen. Drei größere Schiffe sind im 6 Seemeilen Bereich.

Auf den längeren Kursen stellt sich schnell die Bordroutine ein. Kleine Arbeiten die notwendig sind, aber auch der regelmäßige Wetterempfang. Wetterberichte und Wetterkarten empfangen wir über unseren KW Seefunksender. Steuerung und Abstimmung erfolgt über unseren Bord PC

Um 19.10 Uhr haben wir Kap Arkona in 4 Sm auf der Bb Seite. Voraus die Ansteuerungstonne in Fahrwasser zum Vitter Bodden. Die Fahrwasser sind hier sehr schmal und müssen genau eingehalten werden. Sonst ist ein Auflaufen garantiert.

Bei Schaprode haben wir uns diesen schönen Ankerplatz ausgesucht. Einfach schöner, als in den vollen Yachthäfen

Wir sind der Mitternachtssonne ja extra entgegen gesegelt. So ist das hier.

Dienstag, 28. Juni 2011 Scharprode / Hiddensee - Kühlungsborn

7.00 Uhr Anker auf. Durch das Hiddensee Fahrwasser erreichen wir um 8.45 Uhr die Vierendeel Rinne. Um 10.05 Uhr gehen wir ab Tonne 11 auf Kurs Darßer Ort Ansteuerung. Bei SO-O / 3-4, haben wir einen schönen Spinakerkurs vor uns. Mit guter Fahrt erreichen wir die Tonne Darßer Ort West um 13.30 Uhr. Hier setzt auch schon der übliche Kapefekt ein. Der Wind frischt weiter auf. Wir trimmen den Spi etwas nach. Dann rum ums Kap. Kurs Rostock. Und immer dieser Wettbewerb. Viele können wir hinter uns lassen.Aber dann kommt so eine "Rennziege". Schwarzes Kohlefaser Segel. Riesiger Spi. Tolle Crew. Und wir haben da keine Chance. Aber sind emsig hinterher und haben SIE bis Rostock "gnadenlos vor uns her geprügelt". Um 16.35 Uhr haben wir Rostock in 3 Sm an Bb und entschließen uns noch bis Kühlungsborn weiter zu segeln. Bei weiter auffrischendem Wind müßte der Spi runter. Der will aber nicht in den Bergeschlauch. Also Spi in die Großsegelabdeckung bringen und ganz normal bergen. Um 19.00 Uhr sind wir im Yachthafen Kühlungsborn fest. Zum Übernachten in Ordnung. Aber diese 5 Sterne Yachthäfen sind nicht so unsere Sache. Ritz Carlton zu Wasser.

Mittwoch, 29. Juni 2011 Kühlungsborn - Fehmarn

Auslaufen 8.30 Uhr nach Fehmarn. Bis 11.25 Uhr mit Motor. Ab 11.45 Uhr endlich etwas Wind. NE um 3

Schon von sehr weit als Ansteuerungspunkt zu sehen sind die drei Hochhäuser bei Burgtiefe.

Und etwas links die Fehmarn Sund Brücke. Durchfahrthöhe 22 Meter. Das passt mit unseren 19 Meter Höhe für die Weiterreise. So müssen wir auf dem Weg in die Kieler Bucht nicht um die ganze Insel segeln.

Wir finden einen Liegeplatz in Burgstaaken. Gegenüber dem Fischerhafen. Nach den letzten Wetterberichten können wir hier ein paar Tage Pause einlegen.

Da bleibt sicher auch genügend Zeit das "Unterwasserschiff" von Gegenüber zu besichtigen.

Dann schauen wir mal, wohin es uns dann treibt....