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Bilbotörn 2009

Wenn auch mit etwas Verspätung, so werden wir in der 26. Woche starten. Vorher soll Bilbo noch kurz an Land, um den Antifoulinganstrich zu aktivieren. Der Verstellpropeller benötigt auch seine jährliche Fettmenge.

UK wird dieses Jahr aussen vor bleiben, da unsere zwei " Heimtieger " für die Reise mit an Bord sind. Nach einigen Wochenendtrips haben sich die beiden schon etwas an das Bordleben gewöhnt. Zwar nicht mit Begeisterung, aber was soll man als Katze machen.

Wo es möglich ist, werden wir über Internetverbindungen, unsere Seite " Bilbo Aktuell 2009 " mit unseren Erlebnissen füttern, um alle Daheim gebliebenen zu informieren.

Zu erreichen sind wir im küstennahen Bereich über unsere Handynummern. Aktuelle Rufnummern auf der Homeseite.

Für unsere Reise sind ca. 6 - 8 Wochen eingeplant. Allen Zuhause wünschen wir einen schönen Sommer 2009 und freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen.

Bilbo auf  Kurs

Bordtieger Kragenbär

Bordtieger Pünktchen



TÖRNBERICHT  20. Juni - 31. Juli 2009 Channel Islands

Da Siggi und ich so langsam unserem Altersruhestand näher gekommen sind, wollen wir uns etwas Zeit gönnen, und unsere europäische Heimat intensiver kennen lernen. Geplant haben wir  eine Reise mit der Bilbo auf alten Kursen entlang der Kontinentküste in die innere Biskaya mit ihren Inseln. Für diesen Trip sind ca. 8 Wochen eingeplant. Wer von uns beiden Lust verspürt unseren Törn zu beschreiben, wird versuchen diese Seiten zu füllen.

Samstag, 20.06.09 Nieuwpoort / Belgien

Wir kommen spät in der Nacht an unserem Liegeplatz an. Zuerst kommen unsere beiden Katzen Pünktchen und Kragenbär an Bord. Nach der vierstündigen Autofahrt von Wuppertal nach Nieuwpoort müssen die beiden erst einmal mit Futter versorgt werden. Da wir gerade Hochwasser haben, ist unsere Steganlage nicht unten im Keller. Wir nutzen die Gelegenheit und laden unser Auto leer und müssen einige male mit dem Stegwagen pendeln.

Sonntag, 21. 06.09 Nieuwpoort

Gut ausgeschlafen werden die letzten Sachen verstaut. Beim durchchecken der Technik stellt Siggi einen Defeckt an der elektrischen Bilgenpumpe für den Wellentunnel fest. Die Prüfung ergab einen Schaden am Automatikschalter der Pumpe. Zu unserem Glück war ein baugleicher Schalter im Schiffshop in der Nachbarschaft vorrätig. Der schadhafte Schalter wurde vom Rumpf abgestemmt und der Ersatz mit Epoxydharz anlaminiert

Bilbos Landgang

Montag, 22.06.09

Wir hatten schon von Zuhause einen Krantermin für die Bilbo mit unserem Hafenmeister abgesprochen. Pünktlich um 14.30 Uhr war der 50 to Kran zu unserer Verfügung und Bilbo schon ein paar Minuten später an Land in einem Lagerbock. Das Unterwasserschiff wurde mit dem Hafeneigenen Hochdruckreiniger gesäubert. Der Verstellpropeller wurde mit der jährlichen Fettmenge nachgefüllt und mit neuer Schutzfarbe versehen. Nach drei Stunden waren wir wieder im Wasser und auf unserem Liegeplatz fertig zum auslaufen.

Dienstag, 22.06.09

Ab jetzt müssen wir mit den Gezeiten leben.


Nicht immer komfortabel. Oft wird frühes wecken angesagt sein. Zu lange Bettpflege wird mit Strom gegenan bestraft werden. Zu unserem Start sind wir um sieben Uhr in der Frühe unterwegs. Mit mitlaufendem Wasser passieren wir um 9.15 Uhr Dünkirchen. 12.45 Uhr liegt Calais Bb querab. Vor Cap Blanc bringen wir zum ersten mal auf dieser Reise unsere feste montierte Schleppangel aus und angeln einem " großen " und einen normalen Hornhecht. Mit auffrischendem achterlichen Wind um 6 Bf und mitlerweile Gegenstrom runden wir Cap Gris Nez und sind um 17.45Uhr im Hafen von Boulogne sur Mer am Steg fest.

Mittwoch, 24.06.09  Boulogne sur Mer

Nichts ist " unkaputtbar ". Unser UKW Sender sagt keinen Mucks. Dazu kommt noch der nicht scheinende Deckscheinwerfer, der in ca. 12 Meter Höhe über Deck montiert ist. Werkzeugkiste auspacken! Mit dem Prüfgerät nach dem Fehler suchen. Bei unserem Funkgerät war es nur ein abgesprungener Kabelstecker an der Verteilung. Für unsere Deckslampe mußte der Skipper den Mast hoch und den Scheinwerfereinsatz aus dem Ersatzteilfundus austauschen.

Siggis Kräutergarten hat unsere Törnzeit gut überstanden 

Den restlichen Tag nutzen wir für eine gemütliche Radtour mit unseren Bordrädern und Eis essen. Am späten Nachmittag bekommen wir Besuch vom Französischen Zoll. Kontrolle der Schiffspapiere und der Ausweise. Alles in einer freundlichen Atmosphäre. Auf die Frage: Nur zwei Crew ?, haben wir dann scherzhaft zugefügt: Und zwei Katzen ! Hochoffiziell wurden dann die Euro Katzenausweise vorgelegt und vom Zoll mit Interesse gelesen. Aber was ist " Pünktchen "? Ich erkläre, Pünktchen, weil "Sie" einen Punkt auf der Nase hat. Bei unserem Kragenbär ( auch eine Sie ), weil Sie einen grauen Fellkragen um den Hals hat. Auf ein einscannen der implantierten Cips der Katzen wurde dann auch aus Mangel an einem entsprechenden Scanner verzichtet. Wir alle hatten viel Freude bei diesem Besuch.

Und dann gibt es noch diese "Schnellsegler". Wenig Inhalt, leere Wassertanks und nichts unnötiges an Bord. Aber etwas schneller als manche gut ausgerüstete Fahrtenyacht. Am Steg gegenüber. Eine große " X ". Ist sicher fix. Hat aber für eine kleine Reparatur "nix". Für eine schnelle Hilfe springt der Stegnachbar ( Fahrtensegler ) ein, der das benötigte Material als Ballast in der Kiste hatte. ( Segelt vieleicht etwas gemütlicher, hat aber weniger Probleme ). -- So gesehen --

Donnerstag, 25.06.09

Na ja, nach anfänglich schwachem Wind ist wieder motoren angesagt. Vorausgesagt waren 4 - 5 Bf aus NE. Später kam der Wind zurück und die Segel übernahmen den Vortrieb bis Diepe. Die Makrelen hatten heute Ausgang. Keine wollte unsere Angel besuchen.

Freitag, 26.06.09  Diepe

Segel hoch....Wind weg, also mal wieder ein Perkins Törn. Die versprochenen 3 - 4 aus NE kommen erst, als wir unser Tagesziel Fecamp erreicht haben und gemütlich am Steg liegen. Wir wollen einmal probieren, ob unsere Füsse noch Landgang können.

Fecamp im Küstendunst voraus

Samstag, 27.06.09  Fecamp

Um das mitlaufende Wasser richtig zu erwischen ist frühes aufstehen angesagt. Um 7.00 Uhr sind wir schon auf Reise. Die Kreideküste noch zum Teil im Nebel. Der Wind wird immer weniger, aber die Sonne kommt durch. Man kann ja nicht alles auf einmal haben: schönes Sonnenwetter und Wind ? ( Warum eigentlich nicht ?)

Küste zwischen Fecamp und Le Havre

Reeds Almanach Fahrtenseglers Bibel        

Vor der Schleuse nach Caen

Wir haben noch so viel mitlaufendes Wasser, was wir heute garnicht alles nutzen können. Unser Tagesziel ist der Hafen von Quisteham. Binnen, kurz hinter der Schleuse des Kanals nach Caen. Quisteham, wie spricht man das nur vernünftig aus? Wir sind um 13.00 Uhr vor der Schleuse. Um 14.00 Uhr können wir einschleusen. Vor der Schleuse nur wenige Festmachmöglichkeiten. Wir nutzen den einzigen freien Platz zum warten. Jetzt wissen wir, wesshalb dieser Platz frei war. Als die Schleusentore öffneten, stand starker Strom auf unserem "Parkplatz". Durch den Neerstrom konnten wir uns nur mit viel Vollgas aus unserer Lücke befreien. Reichte fast zum rückwärts in die Schleuse einfahren. Auch in der Schleusenkammer starker Strom. ( Durch Fachkompetente Beratung und Mitarbeit meiner Kapitaneuse sind aber alle Manöver geglückt). Quisteham, ein gemütlicher Hafen mit Gastliegeplätzen unter hohen Bäumen und mit Aussicht auf das Hafengeschehen.

Montag, 29.06.09    Quisteham

Niederigwasser vor der Kanaleinfahrt nach Caen

Nichts mit ausschlafen. Um 5,30 Uhr aufstehen, 6,00 Uhr ausschleusen. Nach der Schleuse warten, bis die eingelaufene Englandfähre fest gemacht hat. Unser Tagesziel ist St. Valery, kurz vor dem Cap Barfleur

Hafeneinfahrt St. Valery bei 1/3 Hochwasser. Mit aufgeholtem Hubkiel reichte es so gerade.

Erst 10 Sm vor dem Hafen kommt etwas Wind auf, der Motor geht aus und die Segel hoch. Dann schleichen wir auf den Hafen zu. Vor einer Stunde konnte man noch zufuß über die trockenfallende Hafeneinfahrt gehen.

Die vielen Yachten waren von Aussen nicht zu sehen

Dank dem schnellen Tidenhub können wir bald in den Hafen einlaufen. Bei der Einfahrt ist durch Schilder geregelt: Boote bis 12.00 m am Steg E festmachen. Im doppeltem Sinn wie wir schnell feststellen. Beim Einlaufen in die Stegreihen sind wir "fest", im Hafengrund. 2,50 m Tiefgang reicht hier nicht. Also an die Hydraulik und den Kiel auf 1,50 m hochpumpen. Dank unserem variabelem Tiefgang konnten einige schadenfrohe Stegsegler unser anfängliches Pech nicht lange auskosten.

Schöne Hafenanlage und "angepaßtes" Liegegeld

Ein schöner Hafen. Aber wir wollen ihn nicht kaufen. Wenn das Wetter mitspielt, wollen wir Morgen nach Cherbourg und auf einem unserer liebsten Ankerplätze es uns gut gehen lassen.

Hafeneinfahrt bei Niederigwasser

Dienstag, 30.06.09   St. Valery

Um 15.00 Uhr ist das Wasser so hoch, das die Sieltore des Hafens öffnen.

Siggi sucht sich Sparringspartner

Kein NE wie vorausgesagt. Für eine Zeit mal wieder hoch am Wind. NNW 3 - 4, diesig, 8/8 bewölkt. Vier Yachten mit Kurs Cherbourg. Drei Sparringspartner vor uns. Wir gehen als letzte auf Kurs. Keine Regatta, aber jeder versucht sein bestes. Wir runden das Cap zuerst. Na bitte, klappt doch noch!

Noch gut zwei Stunden bis Cherbourg

Nebelfelder auf dem letzten drittel nach Cherbourg. Die letzten Meilen Flaute. Unser Perkins sorgt für ein Weiterkommen. Um 20.45 Uhr liegen wir auf unserem seit vielen Jahren vertrauten Ankerplatz im Hafen von Cherbourg. Herrlich, als wäre man nach langer Zeit wieder Zuhause.

Mittwoch, 1.07.09   Cherbourg

Neu ist eine gelbe Tonne. Aber erst Heute sehen wir eine kleine Beschriftung. Militärgebiet, einlaufen verboten. So haben wir in der vergangenen Nacht im Militärgebiet geankert. Aber die Aufschrift ist so klein, das sie sicher nicht besonders ernst gemeint ist. Mit etwas Winddrehung  treiben wir aus dem Tonnenstrich heraus. Keiner vertreibt uns. Hier sieht man das nicht so eng. Wir sind in Frankreich! Nachmittags belegt dann noch eine zweite Yacht einen Platz neben uns.

Donnerstag, 2.07.09     Cherbourg

Bei Anker auf haben wir dann eine ganze Wiese von Hafenseegras geerntet. Tagesziel ist die Insel Guernsey. Wir sind sehr gespannt, was Customs zu unseren Bordtiegern sagt. Ist doch immer die erste Frage: Animals on Board? Doch zuerst müssen wir um das Cap La Hague. Nach anfänglich schönem halb Wind Kurs macht der Wind kurz vor Cap La Hague schlapp. Motor an. Dann pottendicker Nebel.

Wir verlassen Frankreich. Die Guernsey Flagge geht hoch.

Drei Boote vor uns, zwei hinter uns. Sicht am Cap ca. 20 m. Wir kommen bei Stillwasser an. Auf dem Radar sind unsere Mitsegler gut auszumachen. Nach kurzer Zeit kommt wieder Wind auf und der Nebel verzieht sich. Achterlicher Wind und die Segel in Schmetterlingstellung. Auf halben Weg nach Guernsey geht der Wind schlafen.Motoren ! Aber dafür haben wir für viel Geld den Motor mal mit gekauft, so der Skipper.

Eine Front rückt an

Auf den letzten 15 Sm: Gewitter voraus. Grelle Blitze über der Insel Sark. Schwarze Wolken. Auf allen Booten wird die Drehzahl erhöht. Eilig, Eilig motoren wir wie im Gänsemarsch zwischen den Inseln Herm und Guernsey in Pottschwarzer Nacht zur Hafeneinfahrt von St. Peter Port. Bis auf eine kräftige Böe hat uns das Unwetter verschont

Pünktchen lass dich nicht erwischen

Besser unauffällig unter Deck bleiben

Donnerstag, 2.07.09  St. Peter Port / Guernsey

Letzte Nacht nur wenig Schlaf. In der Frühe Hafenmanöver ohne Frühstück ergiebt was wohl ? " Brummbären". Am frühen Vormittag kommt der Customs Officer und holt den von uns schon ausgefüllten " Report of Arrival for Pleasure Craft " ab. Damit sind wir officiell als Gastyacht im Bailiwick of Guernsey einklariert. Auf unsere Frage ob zwei Cats an Bord ein Problem sind ein nachdenklicher Blick. Er kann das nicht entscheiden. Der Chef soll kommen. Eine Stunde später war alles ausgestanden. Der Chief Officer überbrachte das Einreisepapier für unsere Bordtieger mit dem Hafentender persöhnlich. Gültig für die Inseln Guernsey, Alderney, Sark, Herm, Jethou und die Territorealen Waters. Nur auf dem Wasser, nicht an Land. Und bei der Ausreise müssen noch alle an Bord sein und ausgeführt werden. Für Landgänge haben wir ja unseren Tender " Little B ".



Freitag, 3.07.09  St. Peter Port

Zwischendurch mal eben ablegen und zum Bunkersteg auf die anderen Hafenseite. Guernsey ist Zollfrei, damit auch Diesel und Benzin. Eine günstige Gelegenheit den Dieseltank und die Benzinkanister für Aussenborder und Stromgenerator aufzufüllen. Normal reichen für die Energieversorgung unser Windgenerator, Solarpaneel und Lichtmaschine. Wenn aber mal " Schluffenkino oder TV " gewünscht sind, werden die Batteriebänke schon mehr beansprucht. TV Bildschirm, Sat Reciver, Blackbox, Lautsprecher und die automatische Sat Antenne mit Ihren Motoren sind Stromfresser. Da mag die Frage aufkommen, muß das denn auf einem Segelboot überhaupt sein ? Grundsätzlich ist das alles Überflüssig ! Aber weit ab von der Heimat ist es manchmal schön, Abends den Regionalen TV Kanal einzuschalten. Oder über Sat Radio und WDR 2 zu erfahren, das in Wuppertal zwischen Elberfeld und Barmen mal wieder 3 Km Stau sind. ( Aua )

Samstag, 4.07.09   St. Peter Port

Ansteuerung Cap Corbiere / Jersey

Auslaufen um 13,15 Uhr zur Nachbarinsel Jersey. Leider nur wenig Wind, und der kommt auch noch von Vorne. So bleiben die Segel unten und der gute alte Perkins Diesel schiebt uns unserem Tagesziel entgegen. Um 16,10 Uhr haben wir unseren ersten Ansteuerungspunkt Cap Corbiere an Bb.

Leuchtfeuer Cap Corbiere

Dieses Cap ist uns gut in Erinnerung geblieben. Es ist schon einige Jahre her, als wir bei der Ansteuerung dieses Caps über Funk einen Notruf registrierten. Bei schlechten Wetterbedingungen war eine Französische Segelyacht in eine Notsituation geraten. Bei Motorfahrt war eine Leine in den Propeller geraten. Unter Segeln konnte sich die Yacht nicht freikreutzen und trieb steuerlos zwischen den vorgelagerten Klippen. Es bestand akute Gefahr für Crew und Yacht. Der Skipper setzte einen Notruf ab und bat dringend um Hilfe. Ein Fischer der helfen wollte war noch zu weit entfernt. Wir waren näher an der Havarieposition und konnten als erste eintreffen. Hilfe auf See anzubieten ist eine selbstverständliche Sache. Jeder der die See befährt kann einmal in die Situation kommen, um Hilfe ersuchen zu müssen. Wir, unsere Versicherung und der Havarist hatten dieses mal Glück. Schnell war eine Leinenverbindung hergestellt und zwischen den felsigen Untiefen wieder tiefes Wasser gefunden. Der Schlepp in den Hafen von St. Helier auf Jersey dauerte etwas länger. Unser "großer Anhänger" war um einiges größer als die Bilbo. So mußte unser Perkins mal richtig arbeiten. Im Vorhafen wurde unser Anhänger auf die Seite genommmen und sicher in den Yachthafen gebracht.

Bilbo im Yachthafen St. Helier / Jersey

Heute sind wir bei gemütlichem Sonnenwetter um 17,45 Uhr im Yachthafen von St. Helier am Visitorsteg fest. Da Jersey ein eigenständiger Staat ist, muss wieder einklariert werden. Es ist streng verboten Tiere einzuführen. Die Strafe für illegal eingereiste Tiere ist "10.000 € or more". Im Fall der Fälle ist diese Summe sofort zu bezahlen. Kein Aufschub ! Um nicht in diese Verlegenheit zu kommen, ist der Skipper gehalten mit Customs einen Deal auszuhandeln. Für jede Regel gibt es mit gutem Willen auch eine Ausnahme. Bei der Bitte einreisen zu dürfen ein ratloser Blick meines Gegenüber. Two Cat`s? In the Habour ? Der Blick wird immer nachdenklicher. Bücher mit Vorschriften werden gewälzt. Einreise von Tieren ist in Ausnahmen nur möglich, wenn keine Landverbindung besteht ( Ankern, Mooring usw.) Aber wir waren ja schon am Steg. Auslaufen war auch nicht mehr möglich, da der Wasserstand schon soweit gefallen war, das wir mit unserem Tiefgang nicht mehr über das Sill passten. So ist uns der freundliche Herr Customs weit entgegen gekommen. Unsere Cats dürfen auf Jersey einreisen, müssen aber im Hafen in einer " verry save Cabin" untergebracht werden, damit sie nicht "ausbrechen" können. Noch einmal "many Thanks Officer". Wir freuen uns mal wieder hier zu sein.

...besser schlecht fahren, als gut laufen

Jerseys Küste bei Niederigwasser

.....aber schöööön

Montag, 6.07.09   St. Helier / Jersey

Siggi in den Markthallen von St. Helier

Hafentag. Der Vormittag wird zum einkaufen von einigen Kleinigkeiten genutzt. Jersey Radio sendet schon den ganzen Vormittag in kurzen Abständen Sturmwarnungen für unser Seegebiet. Am Nachmittag wollen zwei größere Motoryachten und eine Segelyacht versuchen nach St. Malo zu kommen. Nach dem Auslaufen waren alle nach einer Stunde wieder auf Ihren alten Liegeplätzen. Wir haben keine Eile. Der Yachthafen St. Helier ist wie unser Heimathafen Nieupoort in der Vereinigung der Europayachthäfen. So haben wir das Privileg, für 50 % der Liegekosten den Hafenzu nutzen. Das macht für Bilbo mit zweier Crew  10.00 Jersey Pound / Tag.

Dienstag, Mittwoch 7/8.07.09 St. Helier / Jersey

Hafentage. Das Wetter soll sich etwas beruhigen. Mal sehen, ob wir dann Morgen nach St.Malo weitersegeln.


Donnerstag, 9.07.09 St. Helier

Wir ändern unseren Törnplan. St. Malo werden wir später noch einmal besuchen. Ab jetzt gehen wir auf Heimatkurs. Unser Tagesziel ist Guernsey. Auslaufen um 7.00 Uhr. Mit drei Windstärken aus SSW erreichen wir St. Peter Port 12.45 Uhr und ankern vor dem Hafen in der Havlet Bay. Wie immer etwas rollig. Noch hier macht sich der Atlantik mit seiner Dünung bemerkbar. Da müssen Mensch und Katze einfach durch. Als neues Ziel für die nächsten Jahre haben wir uns spontan für die Ostsee entschieden. Noch in dieser Saison werden wir versuchen, einen festen Liegeplatz im " Norden" zu bekommen. Aber vorher möchten wir noch einmal auf den Spuren unserer Jugend segeln. ---Zeeland---

Freitag, 10.07.09 St. Peter Port / Guernsey

Um 8.30 Uhr Anker auf und bei westlichem Wind um 3 Bf und Motorkraft in das Fahrwasser Petit Russel. Am Ende von Alderney strenge Stromkabbelungen. Für kurze Zeit segeln wie auf der Achterbahn. In diesem Revier normal, aber bei unserem ruhigen Wetter nicht spektakulär. Bei Starkwind oder Sturm sollten mache Gebiete weit umfahren werden. Unser Tagesziel ist die Insel Alderney. Alderney ist die kleinere von den drei größeren Kanalinseln. Durch das Fahrwasser Swing erreichen wir Baye Harbour. In der nach Norden offenen Hafenbucht finden wir noch eine freie Mooring hinter dem Wellenbrecher. Mit dem Schlauchboot geht es an Land zum Anmelden. Auch hier schein die Zeit stehen geblieben zu sein. Alles wie vor vielen Jahren. Ausgenommen eine Baustelle im Hafen.

Stromkabbelungen Fahrwasser Swing

Hafen von Alderney mit Wellenbrecher. Ankerbucht ist nach Norden offen. Liegen an Moorings oder ankern

Ankerbuchten für ruhiges Wetter

Leuchtfeuer und Nebelsignal Alderney

...bei ruhigem Wetter...

Samstag, 11.07.09 Alderney / Braye Habour

Mit dem morgendlichen Wetterfax kommt eine Starkwindwarnung für unser Gebiet. Gewarnt wird vor strengen südlichen Winden. Bei Wind aus dieser Richtung sind wir durch die Hafenmole geschützt. Aber trotzdem starker Schwell. Unsere Bordtieger haben sich aber schon gut eingewöhnt und müssen nicht mehr leiden. ( Nur die Blicke sind recht vorwurfsvoll ). Am Mittag machen wir unsere Bordfahrräder klar. Zwei Räder plus zwei Menschen- unser Schlauchboot ist ausgelastet. Durch die kabbelige Ankerbucht versuchen wir so trocken es möglich ist an den Dingisteg zu kommen. Auf alt bekannten Wegen ( zum wievielten Mal eigentlich? ) , radeln wir um die Insel. Es ist einfach schön hier !

Sonntag, 12.07.09 Alderney / Braye Habour

Das Wetter soll sich beruhigen. Gerne bleiben wir noch einen Tag hier.

Montag, 13.07.09 Alderney / Braye Habour

Um 9.45 Uhr auslaufen nach Cherbourg. S 3-4, Stillwasser. Um 11.00 Uhr peilen wir Cap La Hague in 2,5 Sm Stb. Gute Sicht. Oben auf den Cap die große Atom Wiederaufbereitung. Schönes, schnelles segeln entlang der Küste. Um 12,45 Uhr sind wir wieder auf unserem Ankerplatz im Hafen von Cherbourg. Wie

gehabt sofort angrenzend an das militärische Sperrgebiet. Als Ankernachbar ein Kutter aus Polen. Mit dem Schlauchboot fahren wir in die Innenstadt zum Einkaufen. Siggi kommt hier an dem großen Carfour Markt nie vorbei. Wie immer geht es zuerst in die große Fischabteilung. Für frische Makrelen ist

der Skipper zuständig. Aber frisch gekochte Scampis? Die sind hier in einer beispielhaften Qualität und zu einem seglerfreundlichen Preis zu bekommen. Dazu wird unser Bestand an Rum ergänzt. Rum Agricole von La Mauny in Martinique, einer der besten, Trinkstärke 55% und mit dem unvergleichbaren Aroma der West Indies. Erinnert uns immer an unsere Karibikzeit. In unserer Nachbarschaft liegt die Queen Mary 2 gegenüber zu Besuch. Natürlich von allen Seiten streng bewacht. Zum Auslaufen um 17.00 Uhr hat sich eine große Menge Volk eingefunden, um in Volksfeststimmung die Queen Mary 2  zu verabschieden.

..auch wir wünschen eine gute Reise..

Dienstag, 14.07.09


Um 9.15 Uhr Anker auf. Der geplante Kurs geht um das Cap Barfleur in die Seinebucht nach Le Havre. Vormittags schönes Wetter mit viel Sonnenschein. Nach Mittag kommen die vorhergesagten Störungen. Aus SW ziehen dunkle Wolken auf. Vorausschauend bauen wir unser Bimini mit dem Regendach aus. So ist das weiterkommen nicht ganz so nass. Um 16.15 Uhr überfällt uns dann eine Böe mit 37 Kn Wind ohne Vorwarnung. Die Grosse Genua war zu unserem Glück schon voll eingerollt. Nur mit dem Grossegel ging es mit 8,5 Kn über Grund Le Havre entgegen. Danach war wieder Frieden auf See. Ab der Ansteuerungstonne wie immer sehr lebhafter Schiffsverkehr. Um 18.30 Uhr konnten wir im gastfreundlichen Yachthafen Le Havre am Besuchersteg längseits gehen. Der 14. Juli ist in Frankreich Nationalfeiertag und wird sehr ausgiebig gefeiert. Abends viel Feuerwerk.

....es kommt wie es kommt, aber es ist noch immer gut gegangen.....

Mittwoch, 15.07.09  Le Havre

Die vorausschauenden Wetterberichte von Meteo France lassen nur ein kleines Wetterfenster für unsere Weiterreise erkennen.Für die folgenden Tage ist mit viel Starkwind und Sturm zu rechnen.

Zeitig am Morgen verlassen wir Le Havre und segeln bei noch gemütlichem Wetter entlang der interessanten Küste nach Fecamp. Unterwegs bleibt uns genug Zeit zum angeln. Bei unserer Ankunft war die Kühltruhe um neun stattliche Makrelen bereichert. Bei der einfahrt in den Yachthafen signalisiert die Hafenmeisterin: Nicht an den Stegen festmachen. Durch das Sieltor in den inneren Hafen fahren. Der Grund waren die Sturmwarnungen. Es war ein ungewohnter Anblick, den großen Yachthafen in der Saison mit fast leeren Stegen zu sehen. Nur wenige Segelyachten waren an den Stegen überig geblieben. Im inneren Hafen mußten alle etwas zusammen rücken. Von der Hafencrew aber vorbildlich und mit größter Höflichkeit organisiert. Auch für die Bilbo als eine der letzteren Yachten die einliefen findet sich noch ein sicherer Platz an einem Schwimmsteg. Durch den Andrang waren natürlich alle Elektro Anschlüsse besetzt. Aus der Not heraus wurden dann nicht gerade unseren VDE Richtlinien


entsprechend immer neue Doppelstecker in die " Leitungen " eingearbeitet und die Energie geteilt. Wir halten unsere Accus mit dem eigenen Generator fit. Bei den folgenden Sturmtagen wurden die Generator Geräusche vom Sturm übertönt und störten noch nicht einmal die Nachbarlieger. Wir sind froh, bei diesem Wetter nicht auf See sein zu müssen. Die große Bratpfanne auf dem Ofen ist heiß, und die Katzen schleichen um die Köchin herum. Bei frisch gebratenen Makrelen ist Ihnen der Sturm uninteressant. Ist doch etwas anderes als Dosenfutter. Für die Menschen wurden die gebratenen Makrelen dieses mal in einen Essig / Kräutersud eingelegt. Der baldige Verzehr ist garantiert !

Donnerstag, 16.07 - Sonntag, 19.07.09  Fecamp / Hafentage

Seit Freitag geht die see hoch und der Starkwind hat Sturmstärke angenommen. Die noch im Yachthafen liegenden Boote arbeiten schwer im Hafenschwell. Der Seegang an der Küste macht sich hier noch sehr stark bemerkbar. Wir sind jetzt froh über die Voraussicht der Hafenverwaltung, alle Yachten soweit es möglich war, in den inneren Hafen zu verlegen. Wenn wir auch alle etwas zusammenrücken mußten, so hatten wir eine schöne gemeinsame Zeit.Der Hafen war für die Schiffahrt gesperrt. Ein Ein- oder Auslaufen war nicht mehr möglich.In der Hafeneinfahrt gingen die Brecher über die Molen. Gischt hoch über die Einfahrtstürme. Auch die großen Trawler hatten Pause und blieben auf ihren Liegeplätzen. Für uns eine schöne Gelegenheit mit dem Fahrrädern das Hinterland besser kennen zu lernen.





Montag, 20.07.09  Fecamp

Langsam beruhigt sich nach einer Tide die See. Wir verlassen Fecamp um 16.00 Uhr und wollen mit dem letzten mitlaufendem Wasser nach Diepe. Wind eher mäßig. Ab 17.00 Uhr fahren wir unter Motor weiter. Um 21.00 Uhr haben wir das Atom Kraftwerk Vassonville an Stb. Zwischendurch immer wieder   

 Schauer. Um 21.30 Uhr runden wir die Einfahrtsmole von Diepe und werden vom Hafenmeister in Empfang genommen und können in einer der wenigen freien Boxen festmachen. Freundlich unterstützt vom Hafenmeister und unserem Holländischen Stegnachbarn. An den Gaststegen nur wenige Deutsche Yachten. Nach unserem Rundumblick bemerkte unser Holländischer Nachbar etwas selbstironisch: Schöner Hafen ! --aber alles voll mit Holländern --.

Dienstag, 21.07.09 Diepe

Für unsere in diesem Jahr angewöhnte gemütliche Zeitrechnung war mal wieder frühes Aufstehen angesagt. Wir verlassen Fecamp um 7.30 Uhr mit Distination Boulogne sur Mer. Belohnt durch gut mitlaufender Tide kommen wir gut voran. Nach Meteo France müssen wir mit wechselndem Wetter und mit Gewittern auf unseren Tageskurs rechnen. Noch sensibel von den vergangenen Sturmtagen haben wir den Barographen den ganzen Tag nicht aus den Augen verlohren. Wir können den Einfahrtsleuchturm von Boulogne sur Mer um 14.45 Uhr runden. Kaum in der Vorhafenbucht und die Segel geborgen, kommen die ersten kräftigen Böen hinter uns her. Aber wir sind nach einem schönen Segeltag gemütlich hier angekommen.

Mittwoch, 22.07.09  Boulogne sur Mer

Auslaufen nach Nieuwpoort mit passender Tide um 10.30 Uhr.Der Wind aus der richtigen Richtung SW 4 - 5, Wolken 4/8. Raumschots bis zum Cap Gris Nez. Am Cap vorbei und die Segel auf Vormwindkurs umtrimmen. Genua 1 ausbaumen. Der SW verstärkt sich auf gute 6 Bf. Das Gross muß auf die Bb Seite. Halse. Und dann gab es Bruch ! der Violinblock für die dreifach geschorene Großschot war über der Travellerschiene gebrochen. Der Großbaum ohne Schot lag streng am achteren Unterwant. Da war eine schnelle Reparatur erforderlich. Zum Glück alles ohne weiteren Schaden gut gegangen. Der Block konnte aus Bordreserven ersetzt werden. Der zu Bruch gegangene Block hatte viele Tausende Meilen auf seinen Rollen. Zwei mal über den Atlantik, mit zum Teil extremen Bedingungen ( Böen bis 67 Kn ) und ausgerechnet hier.... Der Schaden war Simpel. Einer der Bolzen hatte einen schon alten Bruch. Im Empfangsbereich unseres Hafens melden wir über KKW unsere voraussichtliche ETA unserem Hafenmeister und erfahren, das unser Liegeplatz noch mit einer Gastyacht belegt ist. So machen wir um 17.35 Uhr in einer freien Nachbarbox an unserem heimischen Steg fest.

Donnerstag, 24.07.09 Nieuwpoort / Hafentag

Freitag, 24.07.09 Nieuwpoort

Wir legen ab, um noch einmal auf den Kursen unserer Jugend zu segeln. Zeeland !

10.00 Uhr auslaufen nach Vlissingen. Vorbei an unserem alten Heimathafen Oostende kommen wir zwischen Blankenberge und Zeebrügge in ein heftiges Gewitter. Auf der Bb Seite kommt in ca. 0,5 - 1 Sm eine Windhose hinter uns her und " rüsselt " viel Wasser in Ihren Trichter. Sieht interessant aus, verursacht aber schon ein flaues Gefühl in der Magengegend wegen der Unsicherheit. Siggi muß aber trotzdem noch schnell ein Foto machen. Zu unserem Glück geht die  Windhose aber ohne Schaden bei uns anzurichten im sicheren Abstand vorbei. Um 17.15 Uhr sind wir durch die Seeschleuse Vlissingen in den Kanal durch Walcheren eingeschleust und liegen gut, gemütlich und gastfreundlich aufgenommen im Yachthafen der VVW Schelde. Hier trifft sich Seefahrt und Binnenfahrt.

Samstag, 25.07.09 Vlissingen

Um 11.30 Uhr sind wir vor der ersten Brücke für die Passage durch den " Kanal durch Walcheren ". Ab jetzt darf Zeit keine Rolle spielen. Bei der Weiterreise sind bewegliche Brücken zu passieren. Somit bestimmen die Brückenmeister unser Tempo. Eine Kanalfahrt von Vlissingen bis ins Veerse Meer kannschon fast ein Tagestörn werden. Nach dem ausschleusen aus der Schutzschleuse Veere sind wir im Veerse Meer und finden in Sichtweite von Veere einen schönen Ankerplatz

Als Seesegler ist dieses Binnenrevier eher ungewohnt. Viele Boote und Yachten sind auf dem Wasser unterwegs. Für uns zu viele. Ein Betrieb, wie im Hochsommer auf einem Baggersee im Ruhrgebiet

Blick vom Ankerplatz auf die Mühle von Veere

Liegeplatz an einer der kleinen Inseln im Veerse Meer.

Ich kenne dieses Revier noch aus meiner frühen Jugendzeit. Damals war hier noch offene See, ohne die Deiche, die Heute das Revier bestimmen. Hier machte ich meine ersten Erfahrungen mit der Christlichen Seefahrt. Im Hafen von Veere waren viele Krabbenkutter zuhause. Unvergessen sind mir die Fahrten mit dem Kutter " VEE 10 " mit dem Kap. Schipper Minneboo aus Veere. Der Schutzdeich Veerse Damm war damals bei den Fischern sehr umstritten. Mußten doch für die Existenz der Fischer große Umwege zur offenen See in Kauf genommen werden. Als der Veerse Damm geschlossen wurde, sind viele Krabbenkutter in andere Häfen gegangen. Beim Auszug der Fischer aus Veere wurden in ganz Holland aus Trauer die Glocken geleutet. Aber die geplanten Deltabauwerke wurden davon nicht aufgehalten. Heute sind die gut geschützten Binnenreviere beliebte Wassersportreviere geworden, verbunden mit der entsprechenden Freizeitindustrie und Ihren Auswüchsen.

Sonntag, 26.07 - Dienstag, 28.07.09  in den Binnenmeeren 

Dienstagabend verschlechtern sich die Wettervorhersagen. Sturmwarnung !

Mittwoch, 29.07.09 Veere

Um 11.00 Uhr gehen wir Anker auf und sind um 12.00 Uhr vor der Kanalschleuse. In Vlissingen freuen wir uns über die Gastfreundschaft des VVW Schelde und finden hier einen Liegeplatz. Im Schiffshop dem Yachthafen gegenüber finden wir auch einen baugleichen Ersatz für die Bilgenpumpe im Wellentunnel. Vor vielen Jahren in St. Peter Port auf Guernsey montiert, hat sie hier ausgedient. Über Tag wiederholt Sturmwarnungen vom Niederländischen Wetterdienst. Die Bäume im Hafen biegen sich mächtig unter dem Winddruck.

Donnerstag, 30.07.09  Vlissingen

Keiner möchte Draussen sein, Draussen ist die See nicht fein ! So bleibt die Seglergemeinschaft im Hafen und lässt es sich gut gehen. Wenige Boote die weiter nach Binnen wollen, wollen durch den Kanal nach Middelburg. Wir nutzen die Zeit für einen Spaziergang in die Stadt und einen Blick über den Deich auf die rauhe See. Der Abend ist reserviert für ein gemütliches Essen im Yachtclub. Drei Cheers auf die Köchin. Sehr zu empfehlen.

Freitag, 31.07.09 Vlissingen

Um 10,25 Uhr sind wir durch die Seeschleuse wieder Draussen im Salzwasser auf der Westerschelde. Entlang der Küste bei NW - NE 2-3 segeln wir gemütlich zu unserem Heimathafen Nieuwpoort. Unser Liegeplatz ist für uns frei, wie mit dem dem Hafenmeister abgesprochen.

Wir beenden unseren Sommertörn ohne Schäden und mit vielen lohnenden Erinnerungen. Jetzt freuen wir uns schon auf das Ankommen in Wuppertal. Siggi hatte auf dieser Reise immer Angst, wir würden den ersten Schultag unserer Enkelin Melina, am 18.08.09 verpassen. Unbegründet. Wir werden pünktlich dabei sein.

Für die kommenden Jahre möchten wir gerne nach einem Seglerleben in der " Fremde " endlich einmal unsere Deutschen Küsten und Häfen besser kennenlernen. Vieleicht auch mal rechts oder links in den hohen Norden segeln. Anstatt Caribik auch einmal den Dieselofen in den Norwegischen Alpen auf Temperatur halten. Für unsere Segelfreunde wird auch in Zukunft immer eine Kammer für gemeinsamen Reisen zur Verfügung sein.

Wenn wir etwas genaueres wissen, ist es unter Bilbo News zu finden.

Allen Segelfreunden noch eine schöne saison und Fair Winds. Wer Fragen hat, bitte melden. Gerne geben Siggi und ich unsere Erfahrungen weiter.

Beste Grüße Siggi und Wilfried Oliv,  SY BILBO   Call. Sign. DPBE