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Karfreitag, 29. März 2013 in Schleswig

Der Winter will dieses Jahr kein Ende nehmen. Wir sind jetzt den zweiten Tag an Bord um unseren großen Sommertörn vorzubereiten. Unser Abreisetermin steht für Ende April - Anfang Mai fest.

Gestern wurde ein großer Teil unserer Sommerverpflegung in Schleswig eingekauft. Vieles haben wir aus Wuppertals Metro mitgebracht. Die  Qualität bei z.B. Fleischkonserven sind kaum zu übertreffen. Alle Bilgenräume sind bis unter die Bodenbretter gefüllt. Die Vorschiffskabine ist auf dieser Reise auch Stauraum. Ich glaube soviel haben wir selbst auf unseren Atlantik-Überquerungen  nicht mitgenommen. Aber so haben wir im hohen Norden keine langen Einkaufswege.

Aber noch haben wir hier Winter! Außentemperatur um die 0 Grad. Nachts darunter. Wir freuen uns über unseren "heißgeliebten" Tylor Ölofen. Ohne Elektrik schafft er es, unser Schiffsinneres auf gemütliche 20 Grad zu halten. Draußen treiben noch große Eisfelder in Hafennähe. Unser Windgenerator hat sich bei dem letzten Sturm selbstständig gemacht. An der Masthalterung ist eine Schweißnaht gerissen und der Generator abgeknickt. Dabei hat er dann auch gleich ein paar Flügel verloren. Soll am Dienstag nach Ostern geschweißt werden.

Ein eher lästige Aktion war das sortieren der Seekarten für diese Reise. Für Deutschland, Polen, Litauen, Estland, Finnland, Schweden und Dänemark sind wir auf die Summe von 458 Karten gekommen. Da ist die Basis für unsere Elektronische Navigation einfacher. Hier kommen wir mit einem Kartenchip aus. (C-Map Mega)

Unser Satelitenfunk hat sich bei einem ersten Test auch bewährt. Wir sind auf unserer Reise Global von jedem Telefonanschluss zu erreichen, und werden versuchen, jeden Tag ab 20.00 Uhr empfangsbereit zu sein. Über Tag wollen wir das Gerät nicht überwachen.

UNSERE INMARSAT RUFNUMMER: 00 870 776 447 250 

Wer uns  auf unserer Reise ein Stück begleiten möchte ist wie immer gerne an Bord eingeladen. Es wurde bewusst kein Terminplan erstellt, da wir die zu besuchenden Länder möglichst bewusst erleben möchten. Inmarsatverbindungen sollten aber immer möglich sein. Bei Besuchen werden wir immer versuchen, einen gut zu erreichenden Liegeplatz zu finden. Die Tage über Ostern wollen wir noch für weitere Vorbereitungen nutzen.

Nachfolgend noch ein paar Winterbilder

 

Die Festmacher noch voll Eis


Die Hafenbucht noch voll Eis


Im Hafen auch noch kein Frühling


Stellenweise auch an Bord Rutschgefahr


Gut vorgesorgt...


Kater "Paul" vor der warmen Heizung


Ein Seekartenausschnitt von den Älandinseln

25. April 2013, Wuppertal

Am kommenden Freitag werden wir, gemeinsam mit "Kater Paul", unsere Reise in den Norden antreten. Der Einwegleihwagen ist bei Europcar bestellt. So sind wir bei unserer Rückreise im Herbst flexibeler.

Am Montag werden wir dann auf Kurs gehen.

Für die Reisedukumentation auf Bildern werden wir auf unserer Reise für den "Nassbereich" am Wasser, und unter Wasser, eine Canon Ixus 75 mit Unterwassergehäuse einsetzen.

Über Wasser und auf Landausflügen werden wir die Erinnerungen mit einer  Canon Ixus 140 festhalten.

Die beweglichen Bilder fangen wir mit unserer bewährten Canon MVX4i ein.

Allen, die uns auf unserer Reise auf unserer Homepage begleiten, wünschen wir eine schöne Entspannung und viel Vergnügen. Wir werden uns dann aus Schleswig melden.

Schleswig, Samstag 27.04.2013

Nachts um 1.00 Uhr sind wir mit dem Leihauto in unserem Gasthafen angekommen. Vollgepackt bis unter das Dach war trotz der vorgerückten Zeit erst einmal umladen zur Bilbo angesagt. Am Morgen dann noch einige Resteinkäufe.

Schleswig, Sonntag 28.04.2013

Bilbo wird Seeklar gemacht. Es ist immer etwas zu richten. Im Waschbecken in der achteren Stb. Kabine will das Wasser nicht ablaufen. (Abfluss zugewachsen) Zur Tankstelle fahren und Diesel für den Tank und dem Ofen besorgen. Den von Firma Flender in Schwelm überholten Windgeneratorträger neu befestigen und den Windgenerator anschließen. Windfahnen Selbststeuerung durchsehen und neue Windfahne montieren.

Der Eisbericht von unserem Reiseziel zeigt uns, das wir noch reichlich Zeit haben. Wir würden den Eisbrechern sicher im Weg sein. Ausserdem haben wir keine Eisklassifizierung für die Bilbo.

Zur Belohnung gab es am Nachmittag zur besten Zeit frische Apfelpfannekuchen.

Schleswig, Montag 29.04.2013

Um 9.00 Uhr war die Rückgabe des Leihwagens bei Europcar in Rendsburg abgesprochen. Mit dem Klapp(e)bike im Kofferraum war dann in Rendsburg der Weg zum Bahnhof nur ein Kurzer. Zehn Minuten nach Ankunft am Bahnhof saß ich schon im Zug nach Schleswig.


Bei Regenwetter machten wir es uns gemütlich. Siggi hat dann den Accu Ihres E-Lesebuchs leergelesen.

AUF REISE

Morgens Schleswig - Abends Ankerplatz bei Maasholm 30.04.2013

Um 9.00 Uhr verlassen wir den Wiking Yachthafen und machen uns auf den Weg. West 3-5 bft, 0/8 Wolken, Luft 14 Grad.

Bilbo am Steg in der Wiking Marina

Wir, aber ganz besonders "Kater Paul" müssen uns erst einmal wieder Seebeine wachsen lassen. Desshalb auch Heute kein Regattasegeln. Gemütlich, mit unserer Schwerwetterfock als einzigen Antrieb, geht es auf der Schlei in Richtung Ostsee.

Ein Blick zurück auf den Schleswiger Dom. Hier habe ich mich im vergangenen Jahr von Udo zu einer Turmbesteigung überreden lassen. ( Nix für olle Lütt)

Gemütlich ging es mit gut achterlichem Wind der Ostsee entgegen.

 

Hier oben im Norden ist der Frühling noch nicht so richtig angekommen. Den Bäumen fehlt noch das (Ur)Laub. Bei der Durchfahrt Kappeln aber schon reges Touristenleben. Fast wie im Sommer. Die Museumseisenbahn machte auch schon richtig Dampf.

Wir segeln ganz gemütlich weiter. Wir haben jetzt Zeit.


Um 14.30 Uhr haben wir unseren Ankerplatz im Wormshöfter Noor bei Massholm  erreicht. Bei Wind um 5 bft. und sonnigem Wetter hängen wir an gut 20 Meter Kette und lassen es uns gut gehen.

Ankerplatz Schlei, Mittwoch, 1.Mai 2013


08.30 Uhr zieht die Ankerwinde die Kette in Kettenkasten. In der vergangenen Nacht noch einmal Minusgrade mit vereistem Deck am Morgen. Der Sommmer ist spürbar noch in einiger Entfernung. Zumindest unsere Wasserflächen sind Eisfrei. Bei fast Windstille und 0/8 Bewölkung machen wir uns auf den Weg.
Abschied von der Schlei.


Das Restaurant "Giftbude", an der Schleimündung. Hier soll es die besten Bratkartoffeln Norddeutschlands geben.


Am Leuchturm Schleimünde bei der Ausfahrt aus der Schlei starker Gegenstrom. Um 10.00 Uhr erreichen wir die Ostsee. Draussen ein Wetter wie auf einem Ententeich. Mit Kurs 117 Grad wird unser Autopilot gefüttert. Leider kein segelbarer Wind. Das Wetter leicht diesig. In Höhe der Kiel Ansteuerung müssen wir einigen Seeschiffen ausweichen. Um 16.00 Uhr sind wir bei der Fehmarn Sund Brücke. Durchfahrtshöhe 22 Meter. Auch wenn wir wissen, das unsere Masthöhe mit Antenne nur ca. 20 Meter ist, ist das näherkomen immer wider eine spannende Sache.


Bei unserem Kater Paul ist die Reise noch nicht so richtig angekommen. Seekranke Kater bedürfen einer ganz besonderen Führsorge.


"Seekrank im Segelstauraum im Vorschiff"


Für den Rest des Tages "Kater Krankenstation".

Um 18.00 Uhr erreichen wir unseren Ankerplatz im Binnensee bei Grossenbrode. Hier haben Mensch und Tier eine ruhige Nacht.

Grossenbrode, 2. Mai 2013

Um 9.00 Uhr ist alle aufgeklart. Menschen und Kater haben gut gefrühstückt. Der Wind weht mit 4 bft aus NNE, Himmel 6/8 bewölkt. Unser Kurs 105 Grad auf Warnemünde.


Es ist von der Temperatur so wie es aussieht. Frisch!! Um es etwas gemütlicher zu haben, steuern wir erst einmal mit der Windpilot Steuerung. Da ist es dann unter der Spayhood doch um einiges gemütlicher.


Hoch am Wind dann immer weiter in Richtung "Osten".


16.30 Uhr. Küste zwischen Kühlungsborn und Warnemünde.


Vor der Einfahrt in den Hafen von Warnemünde warten wir auf die Ausreise eines AIDA Kreuzfahrers.


Im Yachthafen "Hohe Düne" noch kein Betrieb. Aber alle Steganschlüsse wie Wasser und Steckdosen betriebsbereit. Hier konnten wir dann noch einem Leidensgenossen behilflich sein. Bei auffrischendem Wind konnte er seine Antriebsmaschine nicht starten. (Accus leer)). So kam er mit kleiner Besegelung an den Steg gesegelt und war froh, das eine helfende Hand bereit stand.


Warnemünde, 3. Mai 2013

Um 10.00 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Rügen. Erst einmal wenig Gegenwind aus unserer Reiserichtung. Allso bleiben die Segel eingepackt und der Diesel muss ran. Mit 2000 upM geht es gemütlich unter Autopilot auf Kurs. Der Wind nimmt auf 4 bft zu. Die Wellen von Vorne, mit dem ewigen rauf und runter gefallen unserem Paul überhaupt nicht. Nach einem überschlagen der Distanz, segeln (aufkreuzen) oder Motorfahrt, entschließen wir uns zur Umkehr nach Warnemünde. Hier wollen wir dann eine etwas günstigere Windrichtung abwarten. Um 10.00 Uhr sind wir dann im "Alten Kanal", nach einer ausgiebigen Hafenrundfahrt fest.


Gemütlich ist ein Hafenspaziergang. Ein klein wenig Sommer ist auch schon da.


Der historische Leuchturm mit seinem Leuchtfeuer zeigt auch Heute noch den Weg in den Warnemünder/Rostocker Hafen.

Samstag, 4. Mai 2013

Um 8.00 Uhr legen wir ab. Feinstes Wetter. Warmer Südwind mit Stärke 2-3, blauer Himmel, Bewölkung 0/8. Tagesziel ist die Einfahrt in die Boddengewässer bei der Insel Hiddensee. Eine Distanz von ca. 60 Sm ohne einen Hafen auf der Strecke. Der auf ca. der halben Distanz liegende Hafen Darßer Ort kann als Nothafen wegen Versandung der Einfahrt nicht mehr angelaufen werden. Der früher hier auf Position liegende Rettungskreutzer wurde umpositioniert. Damit ist dieser Küstenbereich bei ernsten Problemen schutzlos. Die  hierfür Verantwortlichen werden sicher nicht in ernsthafte Gefahr kommen, da sie mit der Christlichen Seefahrt bestimmt nichts zu tun haben.

Wir segeln bei gemütlichem Wind der Insel Hiddense entgegen.



Um 18.00 Uhr haben wir Hiddensee in 1 Sm (Seemeile) voraus und gehen durch das Fahrwasser Gellen Strom in Richtung Stralsund.


Um 18.50 Uhr erreichen wir unseren Ankerplatz Reede 1. Bei auffrischendem Wind liegen wir hier ruhig und sicher.

Sonntag, 5. Mai 2013  Pos. Reede 1

Ausser uns lagen hier in der letzten Nacht noch drei Segelyachten in unserer Nachbarschaft. Am frühen Morgen ankert dann auch noch ein Schiff der Küstenwache, "BP 62" an unserer Bb Seite in ca. 20 Meter Abstand. Wir gehen 9.45 Uhr Ankerauf und segeln durch das betonnte Fahrwasser nach Stralsund und freuen uns schon auf eine Besichtigung dieser historischen Stadt. Ca. 2 Sm vor Stralsund kommt das Wachboot ""BP 62" der Küstenwache an uns vorbei.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt sahen wir diese Schiffe immer mit einem großen Respekt und auch mit etwas nationalem Stolz.


Vor der Einfahrt in den Stralsunder Hafen ca. 100 Angelboote. Es ist die Heringszeit, die ganze Familien und hunderte aufs Wasser lockt.


Stralsund voraus.


Noch freuen wir uns auf eine interessante Stadtbesichtigung

Wir sind um 11.00 Uhr vor den beweglichen Brücken (Eisenbahn und Strasse) in Stralsund, die wir mit unserem hohen Mast nicht passieren können, angekommen und machen bis zu Brückenöffnungszeit um 12.20 Uhr in Warteposition an einem Dalben fest. Das Wachboot "BP 62" macht gegenüber fest. Nach einem frischen Kaffee bleibt noch Zeit. Um uns herum überall angelnde Menschen. Allso packe ich auch meine Angel aus und hänge sie aussenbords. So wie es viele Segler überall auf der Welt machen.

Wie sich gleich zeigt, sind wir nicht irgendwo in einem Gastland oder auf einem anderem Kontinent, nein, hier sind wir "im Osten". Jetzt folgt erst einmal Nachilfe in Ostdeutsch.

Die Lichtsignale an den Brücken zeigen die Vorbereitung für die Brückenöffnung an. Ich packe meine Angel ein. Habe sowiso, wie immer, nichts geangelt und bereite uns für das Ablegen vor. Plötzlich Besuch von der Küstenwache. Das Schlauchboot kommt längseits. Zwei Beamte von der Küstenwache stellen fest: Sie haben doch sicherlich......es folgt die Aufzählung verschiedener Genehmigungen für das angeln in diesem Gewässer, oder eine Touristengenehmigung auf Zeit. Hatten wir natürlich nicht. War den Beamten doch sicherlich klar, das Sie uns doch seit den frühen Morgenstunden unter Kontrolle hatten und wir noch nicht an Land waren uns so etwas zu besorgen. Wir entschuldigten unsere Unwissenheit und sagten zu,  umgehend eine Touristengenemigung zu erwerben und bedankten uns für die Aufklärung. Dann wurde uns noch erklärt, wo wir dieses Papier bekommen können. Bis hier war unsere Seglerwelt noch in Ordnung. Doch dann kam die Lernlektion Osten.

Mir wurde erklärt: Auch wenn wir aus Unwissenheit unsere Angel aussenbords gehangen haben, stellt es einen Strafttatbestandteil dar. Es wird Strafanzeige gestellt. Ich war erst einmal sprachlos. Kamen wir doch als ganz harmlose Segler auf einer langen Reise hier an, um östliche Heimat besser kennen zu lernen. Hier aber werden wir unverhofft plötzlich zu Straftätern gemacht.

Unsere Hochachtung vor der Deutschen Küstenwache hat sich grundsätzlich verändert. Das, was wir in unserem ganzen Seglerleben bei Kontrollen durch Beamte der unterschiedlichen Küstenwachen erlebt haben, ist mit diesem Erlebnis nicht vergleichbar. Z.B. Kontrolle in der Morgendämmerung auf Hoher See durch einen Französischen Zollkreuzer vor Cherbourg, Kontrolldauer  ca. 1 Stunde. Mit sehr gründlicher Kontrolle der Schiffsapiere und Pässe, Kontrolle nach Drogen und illegalen Mitreisenden usw. Alles mit einer größtmöglichen Hochachtung auf Gegenseitigkeit. Das gleiche auch bei der Englischen Coast Guard. Gewissenhafte Kontrollen, incl. Schnüffelhund. Aber immer mit der spürbaren Freude, das es Menschen gibt, die Ihr Land auf eigenem Kiel besuchen. Das sind echte Seeleute, die Ihre Hoheitliche Arbeit gewissenhaft und anerkennend verrichten.

Für eine Kontrolle nach Rauschmitteln, Waffen, illegalen Personen (Menschenhandel) Kontrolle auf Geldwäsche und überprüfen der Schiffspapiere und des Eigentumnachweises der Yacht hätten wir volles Verständnis gehabt und auch erwartet. Danach wurde nicht gefragt. Wichtiger war da schon ein vielleicht illegaler Hering.

Dagegen kam mir unser Kontroller eher wie ein Wegelagerer vor, die in unserem Fall Seglern auflauern, anstatt einreisenden Crews  zu informieren.

Anders in z.B. Dänemark. Hier ist Angeln überall erlaubt.Ausnahmen sind private Gewässer. Eine Genehmigung ist bis 18 Jahre und ab 65 Jahre nicht nötig. Die Angelregelung in Schweden ist noch großzügiger. Über unsere eigene Küste hatte ich mir als Segler keine Gedanken gemacht. Noch weniger, als auf See in einen Hinterhalt zu geraten.

Vielleicht zu vergleichen mit Politessen, die in Hauseingängen lauern, und hoffen, das bald ein unaufmerksamer Autofahrer ein Parkverbot übersieht um schnell eine Zahlkarte zu verteilen. In Kappeln an der Schlei machte mich eine Politess beim verlassen meines Autos auf mein übersehenes Parken im Parkverbot aufmerksam und gab zu bedenken: Fahren Sie besser ein paar Meter weiter, hier müßte ich eine Zahlkarte ausstellen. Das war es auch schon. Anerkennend werde ich diese Art mit Clienten umzugehen nicht vergessen.

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Nachträglich Eingestellt am 4. August 2013

Donnerstag, 13. Juli 2013  Trintelhafen / Ijsselmeer ( Niederlande )

Einlaufend in den Hafen finden wir einen Liegeplatz hinter der Segelyacht eines holländischen Senioren Ehepaars. Im Gespräch erfahren wir, daß Sie auf der Rückreise von Russland sind und so wie wir gerade von Schweden kommend hier angekommen sind.

Bei einem Glas Wein tauschen wir unsere Reiseerfahrungen aus. Sprechen auch über den Osten Deutschlands. Dabei war Ihnen der Osten in schlechter Erinnerung geblieben.

Zitat: Wir wurden in Ostdeutschland auf das übelste über eine lange Zeit beschimpft. Als es meinem Mann zuviel wurde, hat er diese Leute angesprochen und gesagt: Wir sind einen langen Weg von Holland unterwegs, um auch Ihr Land kennen zu lernen und wünschen nicht beschimpft zu werden.

Erstaunte Blicke. Dann eine Entschuldigung: Wir haben geglaubt Ihr seid Wessis! Anschließend war Ruhe.

Zitat Ende.

Waren wir vielleicht nur zur Falschen Zeit in Stralsund? Oder hätten wir uns nicht mit unserem Heimathafen Hamburg als Wessis outen sollen? Es ist vorbei. Niemals werden wir für die Zukunft in Versuchung kommen, in die frühere DDR zu reisen. Für uns gibt es wider eine Mauer.

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Auch wenn wir mit vielen Erwartungen in den Osten gesegelt sind, wollen wir nun nichts weiter kennenlernen. Wir sind es leid. Eigendlich schade, haben wir doch viele nette Menschen kennengelernt. Ich bin sicher, daß die Besatzung dieses Küstenwachbootes dem Tourismus so nicht förderlich ist. Etwas mehr Freundlichkeit und Miteinander wäre viel ""MEE(H)R".

Bei anschließenden Gesprächen mit Einheimischen wurde mir das meistens bestätigt. Viele klagen über diese hier übliche Willkür aus alten Tagen.

Zitate:

Beim ankern ausserhalb des Fahrwassers beim Nachtangeln mit einem Kleinboot: Kein vorschriftsmäßiges Ankerlicht: 70.00 €

Beim ankern mit einem kleinen Teil eines Schlauchbootes angeblich im Fahrwasser: Anzeige

Ein Nachbar im Hafen erklärt: Die sind nicht alle so. Nur auf manchen Booten hat man die Leute gesteckt, die in den Büros Keiner haben will. So sind "die" dann auf See und stören nicht weiter.

Keiner scheint die Küstenwache  in`s Herz geschlosssen zu haben. Hier ist sicher einiges aufzuarbeiten!

Manche Zitate sind für mich glaubwürdig, aber auf eine Veröffendlichung habe ich verzichtet.

Uns ist der "Osten" durch die Crew des BP 62 verleidet worden. Bei passender Seebedingung werden wir "das" Land verlassen und über Bornholm nach Schweden segeln. Hier, in den Ländern des Jedermannsrechts, wird uns Vergleichbares sicher nicht passieren.


Abens, auf unserem Ankerplatz in der Glewitzer Wiek

Montag, 6. Mai 2013  Ankerplatz Glewitzer Wiek

Um 8.15 Uhr geht es ankerauf. Mit Motorkraft fahren wir durch den restlichen Strelasund. Unser Tagesziel ist Lauterbach. Nicht viel Wind. So wir der größte Teil mit dem Diesel erledigt. Um 11.40 Uhr können wir den Motor abstellen. Wir sind in Lauterbach angekommen. Gegenüber, in Sichtweite, die Insel Vilm. Diese Insel wurde in den DDR Zeiten von "Honeckers" als Ferieninsel genutzt. Verständlich, das es ringsherum ein entsprechendes Sperrgebiet gab. Das hat sich bis Heute nicht verändert. Die Insel Vilm ist noch immer Sperrgebiet. Nur hat das einen anderen Namen. Heute: Schutz Zone. Anstatt Vopos agieren die z.B. Ranger vom WWF, die für die Aufsicht sorgen. Verboten, die Insel mit dem Segelboot anzulaufen oder zu betreten. Ausgenommen im Seenotfall.

Aber von Lauterbach aus ist es möglich, mit einem Boot der "Kontrolleure", an von den Rangern organisierten Überfahrten und Führungen teil zu nehmen. Natürlich gegen die entsprechende Zahlung. Lerne hieraus: Auch wenn du solche Organisationen im besten Glauben unterstützt, findet Deine Spende vielleicht nicht immer den gewünschten Weg.

Wir nutzen unsere Liegezeit für eine notwendig gewordene Überholung unserer Windturbine. Der Leichtlauf der Windflügel hat abgenommen. Bei der Kontrolle stellten wir ein schadhaftes Lager fest. Dank Funkverbindung in`s Internet können wir schnell einen Lieferanten für die passenden Lager finden. Das Problem erklärt, will die Firma M.I.H.G. (Fachhändler für Landmaschinen) uns helfen und die passenden Lager bestellen. Morgen um 8.00 Uhr anrufen! Für unsere enttäuschten Seelen Balsam. Tut es doch immer gut, hilfsbereite Menschen um sich zu wissen.


Wenn Paul könnte, würde er sicher mithelfen

Dienstag, 7.Mai 2013  Lauterbach

Bei unserem Telefonat um 8.00 Uhr am Morgen wurde bestätigt, die passenden Lager sind abholbereit. Bis nach Bergen sind es ca. 15 km Weg. Nach einem kräftigen Radlerfrühstück kommen unsere Klapp E Bikes aus der Tiefe des Heckstauraums nach Oben und werden mit den frisch geladenen Accus bestückt. Eine gute Stunde später, über Landstrassen, haben wir unseren Lieferanten in Bergen gefunden und erhalten unsere Lager zu einem echten Industriepreis für Segler. Noch einmal ganz herzlichen Dank für die schnelle Hilfe. Es wurde uns noch der Weg zum nächsten Aldi Laden erklärt. Hier wurden dann die Packtaschen und Gepäckträger noch einmal gut voll gepackt. Für mich gab es dann noch ein Ersatzhandy für das in der Heimat vor Abfahrt versenkte. Konnte mich sogar etwas verbessern. Das neue hat jetzt ganz viele "Affen". Ja. und dann noch GPS. Und Wegekarten usw. Verlaufen/Verfahren nicht mehr möglich. Zur Not ist ja auch noch telefonieren möglich.


Auf dem Rückweg nutzen wir ein "Radwanderweg"?


Und freuen uns, das die Natur so aufgeholt hat.


Für alle Zuhause ein paar Blümchen.


So schön die Blumenpracht am Wegerand, so gewöhnungsbedürftiger ist unser Radwanderweg. Untergrund ist meistens Erde. Festgefahren durch große Trecker mit "Superprofil Reifen". Diese Profile haben sich tief in die Wege eingeprägt und sind bei dem warmen Wetter betonhart geworden. Da rappet sich alles lose. Siggi meinte, wir hätten uns besser mal unsere "gepolsterten Radlerhosen" anziehen sollen. Ich meinte: Besser ohne Sattel im stehen trampeln.

War trotz allem eine schöne Tour. Am Nachmittag wurde unsere Windturbine in einen Bestzustand versetzt. Dabei wurde dann auch noch bei der Endkontrolle eine elektrische Unterbrechung gefunden, die nachgelötet werden musste. Ende Gut, alles Gut!

Dienstag, 7. Mai 2013

13.00 Uhr ablegen nach Seedorf. Dieser kleine liebenswerte Hafen ist uns noch von einem Besuch vor zwei Jahren in schöner Erinnerung. Haben wir hier unsere alten Segelfreunde Senta und Reinhold verabschiedet. Die beiden hatten uns hier mit Ihrem Flugzeug von Frankfurt aus besucht.


Nur ein schmaler Wasserlauf durch das Schilf führt zu den Stegen


Der Hafen Seedorf ist ein ganz heißer Tip. Ein Naturhafen wie man ihn wünscht, aber nur selten findet. Die Hafenmeisterin so freundlich und hilfsbereit, das wir Sie gerne mitgenommen hätten. (Um sie überall gegen die auch schon mal sehr Oberflächlichen Pedanten tauschen zu können). Im Hafen ein vorzügliches kleines Fischgeschäft mit frischem Geräucherten. Zu erwähnen bleibt ausser der garantierten Zufriedenheit auch noch der frisch gebackene Kuchen.

Segler oder Wohnmobilisten die Rügen besuchen sollten Seedorf ganz oben auf der Wunschliste haben.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Um 8.00 Uhr zieht es uns weiter. Wieder einmal wenig Wind. Nach runden des Reddevitzer Höft setzen wir unseren Kurs auf die Ansteuerung des Fahrwegs Landtief ab. Ab Tonne L 12 ist es rechts und links vom betonnten Weg recht untief. Das Wetter diesig. Die Sicht aber immer noch so, das die nächsten Tonnen zu sehen sind. Entlang der Küste geht es gemächlich nach Sassnitz. Von weitem grüßt das Seebad Binz herhüber. Mit dem Fernglas lässt sich erahnen, hier gibt es Exclusivurlaub.


Zehn Minuten später sind wir dann in einem hässlichen Gewitter mit Schauerböen und sieben Windstärken. Im Hafen Sassnitz sind wir erst einmal gut aufgehoben.

Samstag, 11. Mai 2013

Sassnitz war für uns ein Wiedersehen. Der Hafen hat sich für die Yachtleute in den letzten zwei Jahren verändert. Über 100 Liegeplätze wurden neu an Beton Schwimmstegen geschaffen. Bezahlt zum Teil vom Steuerzahler als Regionale Förderung. Nur die Segler haben nichts davon. Übernachtungen werden dadurch nicht günstiger.


Die Denkmalgeschützte Fussgängerbrücke vom Hafen zur Oberstadt


Im Fischerhafen


Abschied von Deutschland. Kreideküste bei Sassnitz.

Wir verlassen Sassnitz um 10.00 Uhr und gehen auf Kurs nach Bornholm. ( DK) Wenig segelbarer Wind. Bis 18.00 Uhr lassen wir zusätzlich den Diesel mitlaufen. Die letzten 2,5 Stunden dann endlich schöner Segelwind. Die Temperaturen leider nur Einstellig. Um 20.30 Uhr machen wir in Rönne auf Bornholm fest.

Sonntag, 12. Mai 2013

Hier ist fast noch Winter für unser Empfinden. Nur wenige Boote sind im Wasser. Kein Hafenmeister ansprechbar. Die Dieseltankstelle im Hafen gestört. So mache ich mich mit dem Elektrobike und Kanistern auf den Weg zur Strassentankstelle. Nach einer Radtour durch den Hafen legen wir um 15.00 Uhr ab und segel die Insel hoch zum Hammerhaven.



Um 18.30 Uhr liegen wir im richtig schön renovierten Hammerhaven,


und können einen tollen Sonnenuntergang erleben.

Montag, 13. Mai 2013 (Hafentag)

Die Insel Borholm besteht im Wesendlichen aus Granit. 1,7 Milliarden Jahre alt. Die Oberflächen wurden von den Gletschern glatt geschliffen. Viele Steinbrüche sorgten in der Vergangenheit für den Abbau dieses einmaligen Baustoffs. Grossprojekte wie z.B. der Nord Ostsee Kanal wurden mit diesen Graniten ausgebaut. Heute werden nur noch ca. 270.000 to / Jahr verarbeitet. Viele Steinbrüche sind dem Umweltschutz zum Opfer gefallen. Die alten Steinbrüche sind gut renaturalisiert und sind heute ein tolles Wandergebiet.


Auf unserer Radtour am Hammersee


Der Opalsee, ein ehemaliger Steinbruch


Da lassen es sich auch die Möven gut gehen.


Die freiliegenden Granitflächen sind von den ehemaligen Gletschern glatt geschliffen worden


Von der Sonne aufgewärmt, ein idealer Pausenplatz. So wird im Sommer die ganze Granitinsel Bornholm aufgeheizt. Die Sonnenwärme wird von der ganzen Insel gespeichert. Durch das milde und gleichmäßige Klima wachsen hier sogar mediterane Pflanzen und Bäume.


Leuchtturm Hammerodde. 1895 aus Bornholm Granit gebaut.


Wertbeständige Steinmetz Baukunst, der die Zeit nichts anhaben konnte.


So gemütlich wie die Dörfer sind hier auch die Menschen.

Dienstag, 14. Mai 2013


Wir verabschieden uns von der Insel Bornholm und der alten Festung Hammerhus auf dem Berg. Um 8.45 Uhr verlassen wir den gastlichen Hammerhaven und gehen auf Kurs Schweden. Mit vier Windstärken von Hinten können wir das Vorsegel ausbaumen und machen gemütliche Meilen.


Um 10.30 Uhr ist es mit der Gemütlichkeit für Heute vorbei. "Es wird recht sportliches segeln angesagt".


Eine schwarze Front zieht hinter uns auf. Die eingelagerten Regenböen mit Stärken bis 8 Bft. haben uns für einige Zeit gut in Bewegung gehalten und eine Menge schnelle Meilen gebracht.


Die Front ist durch.


Wir sind in Schweden angekommen. Das kleine Dorf Hanö auf der gleichnahmigen Insel in der Hanö Bucht.


Um 16.00 Uhr sind wir an unserem Liegeplatz im Hanöhafen fest. Zuerst als einzige Yacht. Zum Abend kamen dann noch drei weitere dazu. In der Sonne ist es zum aushalten. Nachts sind die Temperaturen einstellig. Ein Schwede sagte uns: Fahrt noch nicht nach Stockholm. Da ist es noch sehr kalt.

Wir lassen es langsam angehen. Das große Vorsegel wurde eingepackt und durch die Schwerwetterfock von Segelmacher Diekow ausgetauscht. Für Morgen sind mal wieder kräftige Winde voraus gesagt.

Jetzt geht es aber erst mal in die  Koje, die Siggi sicher schon schön angewärmt hat. Durch die kräftige W-Lan Verbindung hier im Hafen wurde die Aktualisierung von Bord aus möglich. Allen schöne Grüße aus Schweden.

Mittwoch, 15.Mai 2013

Am Morgen noch immer frischer Wind. Auf der See vor dem Hafen reiten weiße "Pferde" auf den Wellen. Da genießen wir, das wir keinen Fahrplan einhalten müssen und bleiben gerne auf unserem Liegeplatz. So haben wir Zeit, unsere Insel etwas kennen zu lernen.


Die Insel Hanö hat ca. 100 feste Wohnhäuser. Wird aber in der Winterzeit nur von elf Menschen bewohnt. (Eine davon ist unsere Hafenmeisterin). Die Insel ist geprägt von der letzten Eiszeit.


Große Gletscherfindlinge, von den abtauenden und schiebenden Gletschern der Eiszeit rund geschliffen, bestimmen die Landschaft. Im Hintergrund ein Englischer Soldatenfriedhof.


Diese Muränenfelder waren die Kugellager für das schiebende Gletschereis.


Der Leuchturm Hanö, an der höchsten Stelle der Granitinsel, hat das Lichtstärkste Leuchtfeuer der Ostsee. Die drei Leuchtblitze, alle 15 Sekunden widerkehrend, tragen mehr als 40 km weit und zeigen den Schiffen Ihren Weg. Der Leuchturm wurde von 1904 - 1906 erbaut und wird Heute automatisch betrieben.


Das würden Schwedische Wandersleute in Deutschland sicher vermissen. Hier auf der Insel kann mann auch mal bei einer Wanderung, wenn man muß.


Einfach und praktisch. Sogar Behindertengerecht. Da können wir noch eine Menge von unseren Schwedischen Nachbarn lernen.


Zum Abendessen nur das Beste aus der Bordküche. Wunschpizza. Macht keiner besser als meine Co-Skipperin.


Das ganze dann auch noch gleich in zwei Varianten. Wie verhungert würde ich doch ohne Siggi`s Kost aussehen. (Noch halte ich meine Kilos problemlos).

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Leider waren anschließend die Internetverbindungen nicht brauchbar und zu langsam.

Info: Wir sind im Juli vom Kalmarsund kommend in Holland auf dem Ijsselmeer angekommen. Nach meiner "Erfahrung" mit "dem" Küstenschutz in Stralsund haben wir einen festen Liegeplatz auf Rügen zu erwerben verworfen. Ich würde mich nach meiner Erfahrung wie in der alten DDR fühlen.

Jetzt machen wir erst einmal Ferienvertretung für Karin und Udo in unserem alten Schwelmer Steinmetzbetrieb. Da werden dann bestimmt auch schon einmal ein paar "Stündchen" überig bleiben, um diesen Reisebericht bis in`s Ijsselmeer zu vervollständigen.

24. Juli 2013 Wilfried

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Donnerstag, 16.Mai 2013 Hanö

Auch wenn es sich noch nicht richtig ausgeweht hat, wollen wir weiter.  Mit etwas Rücksicht auf unseren Bordkater Paul wechseln wir das Vorsegel auf die Starkwindfock. Die Segelzeit nach Karlshafen über die Hanöbucht ist überschaubar.


Noch hat unser Kater Probleme mit der Ostseewelle. Nach ein paar Meilen ist Paul Seekrank.


Nach gut zwei Stunden haben wir die Ansteuerung in die Hafenbucht von Karlshafen vor uns und  finden einen Ankerplatz hinter einer Schäre.


Karlshafen ist auch ein Industriehafen. Gegenüber unserem Ankerplatz werden Schiffe mit Granit aus dem Karlshafen Steinbruch beladen. Die Schüttgüter füllen über eine moderne Verladeeinrichtung in nur einem Tag die Laderäume eines großen Seeschiffs.


Vorsichtig kommt einer der "Steintransporter" an unserem Ankerplatz vorbei


Baustoffgewinnung im Steinbruch gegenüber.


Der Gästehafen in Karlshafen noch ohne Besucher. Hier in Schweden ist noch keine Saison. Die meisten Boote stehen nach auf den Landlagerplätzen. Wir sind durch die besonderen Umstände im "Osten" auch etwas früher als geplant hier eingetroffen. Immer wider sind wir erfreut über die nette und hilfsbereite Art unserer Schwedischen Nachbarn.


Die Schweden lieben ihre Gesundheit und leben auch so. So gesundes Brot backen Schwedische Bäckermeister. Da lohnte sich schon einmal der weite Weg  mit dem Rad in die Stadt. Hält lange frisch und ist garantiert vor dem Verfalldatum aufgegessen.


Samstag, 18. Nai 2013 Karlshamn


Um 8.30 Uhr machen wir un auf den Weg nach Rönnebyhafen. Entlang der Küste gibt es Schärenfahrwasser. Zwischen den Schären segelt man in ruhigem Wasser. Durch unseren Kartenplotter ist das navigieren etwas entspannter. Aber ohne pausenlose Augennavigation sind Havarien auf den Schären sicher.


Die höheren Schären sind kaum ein Problem


aber es sind die kleinen Schären, die oft knapp unter der Wasseroberfläche liegen. Alle unverrückbar und aus hartem Schwedischen Granit.


Für Paul kein Problem. Kein Seegang! Und bei etwas Sonne liebt er das gemütliche Katzenleben unter der Spayhood.

11.20 Uhr peilt Leuchthaus Vitaskär Stb

Um 13.45 Uhr laufen wir in die Hafenbucht von Rönneby Hafen ein. Auf der Suche nach einem Ankerplatz fahren wir uns auf einer Sandbank fest. Bei NE 4, und hier zwischen den Schären noch etwas kräftiger, können wir uns dann mit viel Vollgas aus unserer Legerwallposition befreien. Abends gehen wir in den Stadthafen für eine gemütliche Nacht.

Sonntag, 19. Mai 2013

Am Morgen dichter Nebel. Anschließend Gewitter. Da fällt die Enscheidung für einen Hafentag leicht.

Montag, 20. Mai 2013

8.30 Uhr war eine Christliche Zeit zur Weiterreise nach Karlskrona. Bei frischem NE 4-5 und 6/8 Bewölkung segeln wir durch die Schären in das freie Fahrwasser vor der Küste. Bei den noch weit vorsommerlichen Temperaturen wünschen wir uns doch etwas mehr warmen Sonnenschein. Aber wir sind ja hier im Norden. Im Bottnischen Meerbusen sind noch immer ca. 40 cm durchgehendes Eis. Schiffe für diese Region müssen sich frühzeitig für Eisbrecher Assistenz anmelden. Wir können uns desshalb Zeit lassen. Bilbo ist für die Eisfahrt nicht so geeignet.