BILBO 2016
Kontakt SY Bilbocrew
BILBO, Altes & Aktuelles
Segeln ü 70
Mitsegeln auf der Bilbo
Ostseesegeln
Hallo BILBO Mitsegler
Willkommen an Bord
Angeln in Meck.Vorp.
Unsere Segelreviere
Yachtbeschreibung
Ausrüstung / Sicherheit
Gästebuch
Einträge
Trans-Ocean Wuppertal
Bilder Kanal Inseln
 England Bilder
Bilder Caribik/Norwegen
Reiseberichte
Nützliche Links
Aktivitäten 2015
Vorschau auf 2014
Bilbo Logbuch 2014
Blog





















Bilbo mit frischem Unterwasserschiff auf dem Weg zum Travellift.

Nun bleiben uns noch ein paar Wochen für das neue Ausrüsten der Bilbo für unseren Sommertörn 2014. An Land wurde das vordere Seeventil für den vorderen WC Raum erneuert. (Das ist im Wasser nur schwer möglich.) Einiges haben wir umorganisiert. Das Vorschiff ist als Stauraum für Segelsäcke, Leinen, Schooten usw. vorgesehen. Zum Schlafen sind bis auf weiteres nur die achteren Kabinen angedacht. (Eine freie Kabine mit eigenem Waschbecken W/K Wasser und Dusche steht Gästen zur Verfügung).

Der Winter ist vorbei. Wir bereiten uns auf einen Sommer unter Segeln vor.
Nach einigen Jahren im Baltic Meer werden wir 2014 in unserem alten Heimatrevier Engl. Kanal unterwegs sein. Wie schon in der Vergangenheit halten wir eine Kammer für zwei Mitsegler frei. Wir werden mit Bordkater Paul nicht mehr als zu viert an Bord sein. Aktualisierungen unseres Reiseberichtes erfolgen unregelmäßig, wenn Internetverbindungen möglich sind.
Wer uns ein Stück begleiten möchte, bitte über unser Gästebuch melden. Wir werden dann versuchen einen gut zu erreichenden Einstieghafen zu finden.
 






BILBO

Reisefertig

Donnerstag, 1. Mai 2014  Yachthafen "De Punt"

Der Mai ist gekommen. Hier ist scheinbar kein Feiertag. Die Geschäfte haben geöffnet.
Wir wandern in`s Dorf um letzte Einkäufe zu machen. Vor allem brauchen wir für unseren Cobb Grill passende Grillkohle. Speziell aus gepressten Cocosschalen. Diese Grillbriketts lassen leicht entzünden und brennen viel länger als Holzkohle.
Mittags ist dann auch unser Hafenmeister Peeke de Vries im Hafen zu erreichen. Da unsere Winterlagerzeit schon einen Monat überschritten ist, sind wir noch die Liegeplatzmiete für April schuldig. Peeke macht uns einen Spezialpreis. Danke!
Für diesen Sommer haben wir keinen festen Liegeplatz gebucht, da wir unterwegs sind.

Um 14.30 Uhr verlassen wir unseren Gasthafen in Lemmer. Der Wind leicht mit 1-2 bft aus E. Mit Motor geht es bis zum Friese Hoek. Von hier ist der Wind etwas raumer und mit Gross und Genua 1 segeln wir Kurs Lelystad. An diesem Tag als schnellstes Boot. Um 19.00 Uhr haben wir die Houtriebschleuse hinter uns und suchen uns einen geschützten Ankerplatz im Oostvaardersdiep und verbringen eine ruhige Nacht vor Anker.

Unser Kater Paul

War mit der Bilbo schon in Dänemark und Schweden, kennt einen großenTeil der Baltic See und nun will er die Briten erschrecken

Es folgt eine kurze Wetterberuhigung um dann noch kräftiger zu kacheln. Wir haben einen schlechten Ankergrund erwischt. Auf vier Meter Tiefe haben wir gut 30 Meter unserer 10 mm Kette ausgebracht. Trotzdem gehen wir zwei mal auf Drift. Als unser GPS Ankeralarm erneut Alarm gibt, gehen wir ankerauf und verholen uns um 22.00 Uhr in den Hafen Lelystad.

Samstag, 3. Mai 2014

Am Morgen ist der Spuk vorbei. Wir gehen um 10.00 Uhr auf Kurs Amsterdam. Die Sonne scheint und freundliche 3-4 aus NE sorgen für eine gemütliche Reise. Um 13.40 Uhr haben wir die Amsterdam Ansteuerung Hoek van`t Ij an Stb.

Ansteuerung Amsterdam

In diesem Revier haben wir in unserer "Jugendzeit" gemeinsam mit unseren Kindern, unsere ersten Segelerfahrungen gemacht. Sommer und Winter, Tag und Nacht waren wir hier unterwegs. Keine vereisten Stege und Schneeschauer konnten uns aufhalten. Das ist nun gute vierzig Jahre her. An Land hat sich eine Menge verändert. Da wo unser damaliger Hafen Holland Sport war, sind nun Hochhäuser und Siedlungen.
Wir segeln mit dem Wind aus der rechten Richtung den Ij hoch zur Orange Schleuse in A`dam und sind gerade passend vor der Schellingwouder Hebebrücke.

Schellingwouder Brücke

Die Brücke noch wie in der alten Zeit. Wir können ohne Verzögerung durchfahren zur Orangeschleuse und um 14.00 Uhr einschleusen.

Für die Sportboote ist eine kleinere Schleuse vorgesehen.

Nach der Schleusung geht es durch den Amsterdamer Hafen. Der Centralbahnhof und der gegenüberliegende Sixt Yachthafen sind noch wie in unserer Erinnerung. In der Nähe des Bahnhofs liegt die MS "Marco Polo". Wir motoren durch den Nordseekanal nach Ijmuiden. Durch diesen Kanal müssen alle Schiffe die nach Amsterdam wollen. Kurz vor Ijmuiden geht links der Zijkanal ab. Dieser Ringkanal ist Teil der "stehenden Masten Route". Ein großes Plattbodenschiff wartet vor der Einfahrt und Hebebrücke zum Kanal. Just, als wir auf gleicher Höhe sind, schalten die Kanalsignale auf Grün. Wir überlegen spontan, uns anzuschließen und einfach eine Fahrt durchs Grüne nach Südholland zu machen. Auch wenn Siggi das als etwas abwertend als "Grabennavigation" bezeichnet. Na ja, wo sie Recht hat!?
Vor der nächsten Brücke erst einmal zwei Wartestunden bis zur Brückenöffnung. Dann nach ein paar Minuten die "Groote Sluis Spaarndam".

Eingeschleust

Mittlerweile haben wir 19.30 Uhr. Noch ein paar Meilen und dann wollen wir für heute Schluss machen. Um 20.15 Uhr sind wir vor der ersten Brücke in Sparndam. Alle Brückenampeln sind ausgeschaltet. Feierabend für heute!

Sonntag, 4. Mai 2014 Spaarndam

Wir machen uns kurz vor 9.00 Uhr bereit zur Weiterfahrt und legen uns für die Überwachungscameras gut sichbar vor die Brücke. Aber alle Brückensignale bleiben ausgeschaltet. Über Funk wird ein Defect der Brücke mitgeteilt. Für heute ist Pause. Wir sind nicht alleine betroffen. Auch auf der anderen Seite der Brücke wollen Schiffe weiter in unsere Richtung. Wir beteiligen uns nicht an der Meuterei und genießen das schöne warme Wetter. Unser Kater Paul hat auch nichts gegen eine Pause und alte Leute sollen sich ja auch einmal zwischendurch erholen. Über Funk wird eine erste Brückenöffnung für Montag 6.00 Uhr in Aussicht gestellt.

Montag, 5. Mai 2014

Wir liegen noch immer vor der Brücke. Um 9.00 Uhr kommen dann endlich Monteure, die sich an der Brücke versuchen. Nach vielen Test`s konnte das bewegliche Brückenteil dann um 11.45 Uhr angehoben werden. Ohne Brückensignale. Per Handzeichen durften wir durchfahren. Damit beginnt unser 100 Brückenabenteuer.

Spoorwegen hat Vorrang

An der Eisenbahnbrücke in Spaarndam noch einmal eine kurze Pause. Das "Bähnle" geht vor. Das Wetter sonnenbrandverdächtig. Die anschließende Fahrt durch Harlem ist beeindruckend. Schöne und gepflegte alte Häuser. Ganz Holland scheint auf dem Kanal unterwegs zu sein. Gut organisiert öffnen die folgenden Brücken ohne große Wartezeiten. Der beliebteste Bootstyp ist hier das offene Tuckerboot. Wir fahren ohne Aufenthalt weiter bis Lisse. Hier versperrt eine Autobahnbrücke mit festen Öffnungszeiten die Weiterfahrt.
Um 19.30 Uhr erreichen wir das Brasser Meer. Ein schönes Segelrevier mit einigen Häfen. Leider bedeckt sich der Himmel immer mehr. Das sonnige Wetter ist vorbei und ein Tieftrog vom Atlantik ist im Anmarsch. Der angekündigte Starkwind ist hier Binnen nicht so von Bedeutug. Da nicht viel Berufsverkehr unterwegs ist, machen wir vor der Molenaarsbrücke am Kanalufer für die Nacht fest.

Dienstag, 6. Mai 2014  Alpen a.d. Rijn

Um 8.30 Uhr ist die Nacht herum. Eine Holländische Segelyacht kommt hinter uns auf. Wir machen uns startklar. Gemeinsam fahren wir den ganzen Tag Richtung Südholland. So können wir gemeinsam durch die Brücken. Der Kaffee wird wie bei solchen "Schlafanzugstarts" üblich im stehen hinter dem Rad getrunken. Beeindruckend für uns ist der Ideenreichtum der Holländischen Brückenplaner.

Nicht Brücken hochklappen sondern die Strasse oder die Eisenbahnschinen anheben

Da wir mit unserem Nachbarn eine fast gleiche Masthöhe hatten, waren die Durchfahrten problemlos. Die Brückenteile wurden auf 25 Meter angehoben und es konnte weiter gehen.

Umzug auf Holländisch. Keine Umzugkartons packen, sondern einfach nur einen Schlepper vorne und einen hinten.

Wir erreichen Alblasserdam um 14.00 Uhr. Vor uns die große Brücke über die Alte Maas. Der Wind wird immer frischer und dazu heftige Regengüsse. Bis zur Brückenöffnung noch zwei Stunden und keine Möglichkeit anzulegen. Da kann schon mal leicht Frust aufkommen. Siggi geht nach unten und backt aus lauter Verzweiflung Apfelpfannkuchen. (Für mich darf da ruhig mal öfter so eine Brücke im Weg sein). Durch die lange Wartezeit ist unser Tagesplan im Eimer.

Vor der Brücke eine ca. 100 Meter Mega Motoryacht mit Landeplattform vor der Werft. Da kommt automatisch die Frage: Für welchen Eigner?

Wir fahren noch bis Dordrecht. Vor der Eisenbahnbrücke machen wir halt und finden einen Liegeplatz W.S.V. Maartensgat. Schön geschützt liegen wir hier neben der Kirche. Grüne Bäume ringsum und ein freundlicher Hafenmeister. Das Wetter schlägt Kapriolen und so beschließen wir hier erst mal eine freiwillige Pause einzulegen.

Wir wollen nichts hinzu fügen.

Wir sind hier dicht bei der Altstadt. Es ist ein Erlebnis, durch die alten Häuserzeilen zu wandern. Dordrecht ist wirklich sehenswert und voller Geschichte. Es ist schon etwas her, als Dordrecht als erste Stadt in Holland das Stadtrecht erhielt und damit die erste Stadt in Holland wurde.

Das Mittelalter ist zurück

Da macht auch Siggi gerne eine Pause

Wie aus dem Bilderbuch. Schön das wir uns Zeit nehmen können.

Wir haben den 8. Mai und wie es auf unseren Wetterkartenausdrucken aussieht, werden wir auch noch Morgen hier im Hafen bleiben. Für die Küsten noch immer Starkwindwarnungen mit Regen/Gewitter möglich. Brauchen wir nicht. Bei uns an Bord haben wir es gemütlich warm. Essen und Trinken ist o.k. und dem Kater geht es auch gut. Und für unser Internettagebuch bleibt da auch Zeit, das bisher versäumte nach zu holen. Nebenan kommen gerade die neuesten Infos aus dem Furuno Fax. Das war`s bis heute.

9. Mai 2014  Dordrecht

Wie es aussieht, werden wir noch bis zum Sonntag hier bleiben.Das Wetter spielt nicht nur uns einen Streich. Bis Sonntag durchgehend Sturmwarnung mit Böen von 8 Bft und 80 % Regenwahrscheinlichkeit.

Samstag, 10. Mai 2014  Dordrecht

Nun sind wir hier schon den vierten Tag eingeweht. Auch wenn es hier im Yachthafen des W.S.V. Martensgat recht geschützt und gemütlich ist, sind wir doch froh, wenn es weiter gehen kann. Ausserhalb des Hafens ist es auf dem Wasser für kleine Schiffe z.Zt. nicht kompfortabel. In der Nacht zum Montag sollen sich die Bedingungen bessern.

Unser Wetterprogramm verspricht erst für die Nacht zum Montag eine Wetterberuhigung

Für unser Gebiet Engl. Kanal E-Teil sind auf See Böen bis 9 Bft und bis zu 4,50 m Wellenhöhe angekündigt.
Bei uns haben wir nur kleine Wellen in den Kaffeetassen

Hier ein "ausgeliehenes Bild" unseres Gasthafens
www.maartensgat.nl

Auf der Clubseite ist auch ein kleiner Film über den Hafen.
Unser Liegeplatz ist im kleinen Hafen vor der Kirche

Montag, 12. Mai 2014 Dordrecht

Morgen geht es weiter. Wir hoffen auf ein passendes Wetterfenster für die kommenden Tage. Heute Nachmittag war gemütliches klönen bei uns an Bord angesagt. Von unserem Nebenlieger SY Astarte, kamen Claudia und Axel zum Erfahrungsaustaus rüber. Die Beiden wollen Morgen weiter in Richtung Ostsee. Wir gehen südwärts und werden am späten Nachmittag irgendwo im Veerse Meer zu finden sein.
Ab dem Fischerstädtchen Veere machte ich in frühesten Jugendjahren wärend eines Campingurlaubs meine ersten Seeerfahrungen. Mit dem unvergessenen Krabbenkutter "Ve 10" mit Skipper Minnebo durften wir zwei mal Nachts mit ausgelaufen zum Krabben fangen. Der Veere Abschlussdeich zur Nordsee wurde gerade erst begonnen zu bauen. Wenn die Krabbenkutter Nachts ausliefen, wurden in Veere immer die Glocken geleutet. Damals habe ich die erste Reise furchtbar Seekrank überstanden. Als dann die hämische Frage kam, machst Du das noch einmal mit....Ich wollte kein Feigling sein und sagte zu. Auf See hatte ich dann keine Probleme mehr und der "Geruch" vom kochen der Krabben an Bord störte auch nicht sehr. Am Mittag nach einlaufen in Veere war ich der einzige, der auf dieser Reise nicht Seekrank wurde.
Werde mich in Veere mal erkundigen, was aus der Ve 10 geworden ist.

Dienstag, 13. Mai 2014

Der Wind hat sich beruhigt. Pünktlich sind wir vor der großen Hebebrücke in Dordrecht. 9.15 Uhr können wir durchfahren. Ein Stück über die Alte Maas. Dann links ab zum Hollandsche Diep. Der angekündigte Regen setzt ein. Unter dem ausgeklappten Bimini ist es etwas trockener.

Kein freundliches Wetter für Segler

Um 10.30 Uhr sind wir vor der Volkeragschleuse. Wir hatten Glück, das wir sofort in einer der großen Schleusen nach kurzer Wartezeit einlaufen konnten. Die Yachtschleuse ist nur mit einer max. Masthöhe von 18.40 Meter zu befahren. Bei der Kramerschleuse dann doch noch etwas Wartezeit. Mit der Berufsschiffahrt geht es weiter.

Wenn bei den großen Hebebrücken die Technik versagt, ist Feierabend.

Nach drei Stunden schönster Segelei haben wir für Heute unsere letzte Schleusung vor uns. Um 19.20 Uhr sind wir durch die Sandkreekschleuse und im Veerse Meer. Gemütlich geht es bis zur Lange Plaat 3 Sm vor Veere. Einer der vielen Wasserwanderplätze.

Endlich Ruhe, nach einem turbulenten Tag. Wir haben die Osterschelde mit ihren Meeren hinter uns.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Heute legen wir auf diesem schönen Platz einen Ruhetag ein. Das Wetter ist am Tag warm und sonnig. Nachts lassen wir noch immer unseren Dieselofen brennen. Die Gelegenheit an unserem "Privatsteg" ist günstig, und so wird das schon lange fällige neue makieren der Ankerkette in den Zeitplan geschoben. Weil schon einmal die Ankerkette auf dem Steg liegt, auch gleich noch der Kettenstauraum schön neu mit zwei Komponenten Farbe gestrichen. Das reichte aber auch schon für den Tag.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Um 11.30 Uhr verlassen wir diesen schönen Platz und machen uns auf den Weg nach Vlissingen. 12.45 in der Schleuse zum Kanal durch Walcheren. 13.30 Uhr vor der Brücke in Middelburg. Wartezeit bis 14.15 Uhr. Von hinten kommt ein Zollkreuzer auf in Richtung Vlissingen. Der Rest der Tagesstrecke ging recht zügig. Der Zollkreuzer hatte es sehr eilig. So hatten wir Mühe, sein Tempo annähernd mitzuhalten. Keine Frage nach der zulässigen Geschwindigkeit im Kanal. So durfte unser Diesel mal etwas Vollgas laufen. Um 15.10 haben wir im Yachtclub V.V.W. Schelde in Vlissingen unsere Leinen fest.
Morgen mit der passenden Tide geht es dann zeitig auf Kurs Nieuwpoort, unserem alten Heimathafen. Endlich Schluss mit Hebebrücken und Schleusen.

Freitag, 16.Mai 2014 Vlissingen

Um 7.30 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Seeschleuse. Der Gezeitenunterschied ist nicht von Bedeutung. So sind wir schon um 7.50 Uhr ausgeschleust und machen uns auf den Weg nach Nieuwpoort. Der mitlaufende Gezeitenstrohm verhilft uns zu einer Reisegeschwindigkeit von über 9 Knoten über Grund.

Das Wasser läuft...

Da müssen unsere Entgegenkommer schon etwas mehr den Gashebel auf den Tisch legen.

Gemütliches Segeln entlang der bekannten Küste. Das typische Hochdruckwetter. Warm, wenig Wind und schlechte Sicht. Um 13.30 Uhr sind wir in Nieuwpoort angekommen und fahren bis zum Servicesteg durch um unseren Dieseltank auf zu füllen. Für die kommende Nacht sind wir zu Gast im Yachhafen der Belgischen Luftmacht. Hier haben wir eine gute Gelegenheit mit unseren Elektro Klapprädern auf Einkaufstour zu gehen.

Samstag, 18. Mai 2014 Nieuwpoort

Vormittags legen wir uns um in den Königlichen Yachtclub. Hier wurde in den letzten Jahren viel umgebaut. Alles ist viel großzügiger geworden.

Hier waren unsere Schiffsdaten und unsere Anschrift noch im Computer gespeichert. Fast wie Zuhause.

Sonntag, 18. Mai 2014 Nieuwpoort

Nun müssen wir uns an das Fahren in Tidengewässern langsam gewöhnen. Heute haben wir Glück und müssen nicht ganz so früh aus den Federn krabbeln, um den mitlaufenden Tidenstrohm zu erwischen.

Alle Belangreichen Daten haben wir komprimiert von Dänemark bis Gibraltar im Reed`s der Bibel für Segler, auf 1024 Seiten.

Wir sind auf dem Weg nach Calais. Der Kurs zwischen den Bänken bereitet keinerlei Probleme. Hier ist unser altes Heimatrevier. Hier "duzen" wir jede Tonne. Bei diesigem Wetter kommen wir um 14.10 Uhr in Calais an und fahren nach kurzer Wartezeit wegen der einlaufen Kanalferrys zu den Mooringtonnen vor der Drehbrücke zum Innenhafen. Weil die Brücke nur vier Öffnungszeiten hat, bleiben wir Draußen an der Mooring liegen. So sind wir für unsere Weiterreise unabhängig.

Montag, 19. Mai 2014 Calais

Auch Heute nur leichte Winde 2-3 aus SE. Um 7.45 Uhr nutzen wir den Absprung mit einigen Fischerbooten, um zwischen den ein- und auslaufenden Fähren nach Draußen zu kommen.



















Um 9.45 Uhr peilt Cap Gris Nez 2 Sm an Bb. Da oben bei`m Leuchtturm ist die Verkehrsüberwachung für das Verkehrstrennungsgebiet in N Richtung. Wir segeln ausserhalb der Betonnung für die Großschiffahrt und sind desshalb nicht von Interesse. Da wir noch etwas Zeit mit dem mitlaufenden Wasser haben, bleibt der Motor aus und wir kreuzen gemütlich nach Boulogne sur Mer. Ankunft zur besten Mittagszeit um 12.00 Uhr.

Hier hat sich seit unserem letzten Besuch vor gut 5 Jahren nichts verändert.

Der Gästehafen von Boulogne in der Vorsaison

Zwei Yachten vom Club Trans Ocean e.V.

Die Dörti auf dem Weg in die Karibik und Bilbo

Es geht auch ohne Segel oder Dieselmotor.

Ein paar Daten zur MS Turanor  Planetsolar

Länge: 31 Meter
Breite ( ohne ausgefahrene Solarmodule ) 15 Meter
Bauwerft: Yachtwerft Knieriem, Kiel
Verdrängung: 85 Tonnen
Leistung der Solaranlage: 93,5 kw
Antrieb: Vier Elektromotoren wirken auf zwei Antriebswellen
Marschfahrt: 7 Knoten
Durchschnittsleistung der Antriebsmoteren: 20 kw
Max. Leistung der Antriebsmotoren: 120 kw
Speicherkapazität der Litium-Ionen Accus 1.130 kw ( 2.910 Ah bei 388 V )

Das Beiboot ( Schlauchboot ) hat am 20. Mai 2014 aber anstatt Elektro einen normalen Aussenborder in Boulogne bekommen.

Officielle Hafeninfo

21. Mai 2014 Boulogne sur Mer

In der Vorsaison ist es hier einfach gemütlich. Platz ohne Ende im Hafen. Kaum Touristen unterwegs. Die Stadt gehört den Einheimischen. Zum täglichen Einkaufen sind alle Geschäfte im Nahbereich. Mittags haben fast alle Geschäfte für ein paar Stunden geschlossen. Viele der Beschäftigten treffen sich dann auf einen Drink in der nächsten Kneipe.
Dover Küstenwache sendet auf UKW ab Mittags Starkwind bis Sturmwarnungen für unser Seegebiet. Für uns im sicheren Hafen kein Problem.
Damit nicht zuviel Übermut aufkommt, hat sich der liebe Gott die extra großen Schuhe für einen Tritt in den Allerwertesten angezogen. Einfach nur zur Warnung.
Nach dem Aufwachen habe ich Herzprobleme. Schmerzen, die mir von den beiden Infarkten im vergangenem Herbst noch gut in Erinnerung sind. Die Empfehlung von meinem "Herzdoktor" Dr. Grüther vom Herzzentrum Wuppertal war eigentlich, bei Unregelmäßigkeiten sofort in die nächste Herzklinik.
Das mit den Herz OP`s nicht automatisch alles in Ordnung ist und ein gutes Jahr für die Anpassung an ein fast normales Leben zu planen ist wurde auch erklärt.
Habe ich mir in der kurzen Zeit zu großzügige Ziele gesteckt? Ich weiß es nicht. Aber ich teile jetzt Siggis Sorgen, das für "den" Fall, eine möglichst schnelle Hilfe möglich sein sollte. Wenn der Heli nicht schnell genug da ist, ärztliche Hilfe zu weit weg ist, dann ist der Göttliche Tritt in den Allerwertesten nicht richtig verstanden worden.
Wir haben uns verständigt, unseren geplanten Törnverlauf zu ändern. Bei für uns passendem Wetter werden wir uns etwas weniger anspruchsvolle Törnziele aussuchen. Werden die Nase der Bilbo in Richtung Norden ausrichten und gemütlich an der Küste entlang zu den Holländischen Inseln segeln. Segeln auf der "Grünen Wiese" (so nennt Siggi das Ijsselmeer) ist auch nicht ausgeschlossen. Ein Plus für unsere Segelfreunde. Da sind für ein paar Tage Mitsegeln keine komplizierten Anreisen nötig.

Starkwind/Sturmwarnung