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Liebe Segelfreunde,

auch wir bereiten uns auf eine neue Saison vor, mit einigen Veränderungen.

So langsam sind wir in die Jahre gekommen, wo immer öfter die "schwarzen Sachen" aus dem Schrank genommen werden, um Abschied von liebgewordenen Freunden zu nehmen. Auch in 2015 haben wir uns von Segelfreunden zu Ihrer letzten Reise verabschieden müssen. Da kommt dann irgenwann die Erkenntnis, nichts dauert ewig. Aber auch diese schmerzhaften Abschiede sind ein Teil unseres Lebens. Keinen unserer Segelfreunde werden wir je vergessen und alle tauchen irgendwann in Häfen, auf Ankerplätzen, auf Törns, in gemeinsamen Gesprächen oder unseren Gedanken wieder auf. Es macht aber auch nachdenklich und irgendwann stellt sich die Frage:  Wieviel Restzeit ist denn da für dich noch reserviert bis der Klabautermann dich abruft?

Diese unbestimmte Zeit möchten wir gerne so gut es geht, und so lange es geht,  in unserer "Seewelt" weiter verbringen. Unser schönes Segelleben hat altersbedingt auch für uns einige, bisher kleine Einschränkungen, auf die wir acht geben müssen. Meine zwei Herzinfarkte habe ich dank besserer Hälfte und guten Ärzten rasch "wegstecken" können. Was bleibt sind kleine Einschränkungen, mit denen es sich aber leben lässt.
Ein Blick auf den "Lebenzollstock" zeigt aber auch, die meisten Zollstockglieder sind schon abgebrochen, und es bleibt nur noch ein kleines Stück überig.

Wie schon vielen gestandenen Seglern vor uns kommt dann irgendwann die Frage: Was soll zwischen dem aktiven Hochseesegeln und der "letzten" Reise noch groß passieren?
Bei schönem Wetter ab auf die Parkbank, um sich mit anderen "Jammerlappen" zu treffen? Oder zum morgendlichen Rentner - Tschibotreff zum Kaffeetrinken?

Für mich nach einem aktiven Segelleben einfach nicht vorstellbar!

Da möchte ich unsere Restzeit, die hoffendlich noch lange dauert, so gestalten, wie zum Beispiel die früheren Eigner der "SY Pusteblume" oder Rollo Gebhardt u.v.A..
Einfach einen Gang zurück schalten und auf eine Motoryacht umsteigen. Ist ja auch keine Schande, oder? Wie Bobby Schenk treffend feststellte, es gibt nur Yachten. Mit und ohne Motor.
Für uns kommt eine Schlüsselstelle unseres Lebens. Abschied von der Bilbo und dem aktiven Hochseesegeln, aber vielleicht ein Neubeginn mit noch unbekannten Fenstern.
Ich stelle mir die "Neue?" Bilbo als gemütliche Motoryacht vor. Natürlich soll sie seetauglich sein. Typ Verdränger, als Kutter oder Trawler. Geeignet auch für längere Reisen und größere Seepassagen. Natürlich mit einer freien Kammer für unsere Segelfreunde. Das ganze so kompakt wie möglich, wegen der besseren Handigkeit. Mal sehen, was da auf uns zukommt!

Der Abschied von der Bilbo fällt nicht leicht. Viele zig-tausende Seemeilen haben wir gemeinsam ersegelt und erlebt. Gemeinsam um die halbe Welt gereist und einen Orkan auf dem Atlantik ohne Schäden überstanden. Das wird nie vergessen werden!
Wir möchten dem neuen Eigner der Bilbo wünschen, im gleichen Sinne weiter zu machen. Die Welt ist groß genug, und mit der Bilbo ist jedes Zeeziel zu erreichen.

Wenn es etwas neues zu berichten gibt, werden wir es hier von uns geben.

Allen Segelfreunden wünschen wir eine schöne Saison, ausreichend Wasser unter`m Kiel und immer "fair winds" auf allen Kursen.

Wilfried